Formelsammlung Elektrotechnik
Die wichtigsten Formeln der Elektrotechnik auf einen Blick — für Berufsschule, Prüfungsvorbereitung und den Alltag an der Anlage. Jede Formel mit Erklärung der Formelzeichen und Einheiten und mit einem Verweis auf den passenden Rechner, der dir den Rechenweg Schritt für Schritt zeigt. Als PDF zum Ausdrucken oder zum Teilen in der Klassengruppe. Hinweis: Richtwerte, ersetzen keine Planung und Prüfung durch eine Elektrofachkraft.
Grundlagen
Ohmsches Gesetz und Leistung
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| U | Spannung | V (Volt) |
| I | Strom | A (Ampere) |
| R | Widerstand | Ω (Ohm) |
| P | Leistung | W (Watt) |
Zwei bekannte Größen legen die anderen beiden fest (Formelrad). Gilt für Gleichstrom und ohmsche Last — bei Motoren und anderen Wechselstromverbrauchern kommt cos φ dazu.
SI-Vorsätze umrechnen
| Zeichen | Vorsatz | Faktor |
|---|---|---|
| G | Giga | 10⁹ |
| M | Mega | 10⁶ |
| k | Kilo | 10³ |
| — | Basiseinheit | 10⁰ = 1 |
| m | Milli | 10⁻³ |
| µ | Mikro | 10⁻⁶ |
| n | Nano | 10⁻⁹ |
| p | Piko | 10⁻¹² |
Jeder Schritt sind drei Kommastellen: 1500 mA = 1,5 A, 1500 W = 1,5 kW, 4,7 nF = 4700 pF. m ≠ M: Zwischen 1 mΩ und 1 MΩ liegen neun Zehnerpotenzen.
Wechsel- und Drehstrom
Wirkleistung und Strom
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| P | Wirkleistung | W, kW |
| U | Spannung (Drehstrom: Außenleiterspannung, z. B. 400 V) | V |
| I | Strom (Drehstrom: Strom je Außenleiter) | A |
| cos φ | Leistungsfaktor, ohne Einheit — ohmsche Last (Heizung) = 1 | — |
√3 nur bei Drehstrom — bei einem 230-V-Gerät mit √3 zu rechnen, ist der häufigste Fehler. Bei cos φ = 1 sind 1 kW rund 4,3 A an 230 V und rund 1,4 A an 400 V Drehstrom.
Scheinleistung und Blindleistung
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| S | Scheinleistung — das, was Leitung, Sicherung und Trafo sehen | VA, kVA |
| P | Wirkleistung — verrichtet die Arbeit | W, kW |
| Q | Blindleistung — pendelt, belastet aber die Leitungen | var, kvar |
Bei cos φ < 1 ist S immer größer als P. Deshalb stehen Trafos, Generatoren und USV-Anlagen in kVA auf dem Typenschild, nicht in kW.
Blindleistungskompensation
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| QC | nötige Kondensatorleistung | kvar |
| P | tatsächliche mittlere Wirkleistung (nicht die Anschlussleistung) | kW |
| φ1 / φ2 | Phasenwinkel vorher (Ist) / nachher (Ziel) | — |
Beispiel: cos φ 0,75 → tan φ 0,882; cos φ 0,95 → tan φ 0,329. Üblich ist ein Ziel von 0,90 bis 0,95 — nicht auf 1,0 kompensieren (Überkompensation, Resonanzgefahr).
Blindwiderstand und Scheinwiderstand (R, L, C in Reihe)
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| XL / XC | induktiver / kapazitiver Blindwiderstand | Ω |
| L / C | Induktivität in Henry / Kapazität in Farad (10 µF = 0,00001 F) | H, F |
| Z | Scheinwiderstand (Impedanz) | Ω |
| φ | Phasenwinkel — positiv induktiv, negativ kapazitiv | ° |
R und X stehen senkrecht aufeinander: nicht einfach addieren. Beispiel 100 mH an 50 Hz: XL = 31,42 Ω; mit R = 22 Ω wird Z = 38,35 Ω.
Stern- und Dreieckschaltung
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| U / I | Außenleiterspannung / Außenleiterstrom | V / A |
| UStr / IStr | Spannung / Strom an einem Verbraucherstrang | V / A |
| PY / PΔ | Leistung derselben Verbraucher im Stern / im Dreieck | W |
Dieselben drei Widerstände nehmen im Dreieck dreimal so viel Leistung auf wie im Stern. Beispiel 3 × 50 Ω an 400 V: Stern 3,2 kW, Dreieck 9,6 kW.
Transformator
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| ü | Übersetzungsverhältnis | — |
| N1 / N2 | Windungszahl primär / sekundär | — |
| S | Bemessungsleistung vom Typenschild | VA, kVA |
Die Ströme verhalten sich umgekehrt wie die Spannungen. Beispiel 400 V / 24 V, 250 VA: ü = 16,67, I2N = 10,42 A, I1N = 0,625 A.
Leitungen
Leitungswiderstand
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| R | Widerstand eines Leiters (einfacher Weg) | Ω |
| l | Leitungslänge, einfach | m |
| A | Leiterquerschnitt | mm² |
| ρ | spez. Widerstand bei 20 °C: Cu 0,0179 · Al 0,0286 | Ω·mm²/m |
| γ | Leitfähigkeit (auch κ) bei 20 °C: Cu 56 · Al 35 | m/(Ω·mm²) |
Betriebswarm (70 °C) liegt der Widerstand rund 20 % höher. Kupfer je Leiter bei 20 °C: 1,5 mm² ≈ 11,9 mΩ/m · 2,5 mm² ≈ 7,1 mΩ/m · 4 mm² ≈ 4,5 mΩ/m. Messgeräte messen die Schleife (hin und zurück).
Spannungsfall
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| ΔU | Spannungsfall auf der Leitung | V |
| U | Nennspannung (230 V, 400 V, DC-Spannung) | V |
| l | einfache Leitungslänge | m |
| I | Betriebsstrom | A |
| γ, A | Leitfähigkeit (Cu 56, Al 35) und Querschnitt | m/(Ω·mm²), mm² |
Faktor 2 oder √3? Beim Wechselstrom fließt der Strom über Außen- und Neutralleiter — die doppelte Länge steckt schon im Faktor 2, also nicht zusätzlich die Länge verdoppeln. Beim symmetrischen Drehstrom steht √3. Übliche Planungswerte: 3 % (DIN 18015-1, Wohngebäude ab Messeinrichtung), 4 % (DIN VDE 0100-520:2023-06, ab Hausanschlusskasten). Induktiver Anteil bei Installationsleitungen meist vernachlässigbar, bei großen Querschnitten nicht: ΔU = f · I · l · (cos φ / (γ · A) + X' · sin φ), X' ≈ 0,08 mΩ/m.
Rechner: erechner.alberssystems.de/spannungsfall/ · PV-Gleichstromseite: erechner.alberssystems.de/pv-leitung/
Querschnitt nach Spannungsfall
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| A | rechnerischer Mindestquerschnitt | mm² |
| ΔUzul | erlaubter Spannungsfall (z. B. 3 % von 400 V = 12 V) | V |
Immer auf den nächsten Normquerschnitt aufrunden: 1,5 · 2,5 · 4 · 6 · 10 · 16 · 25 · 35 · 50 · 70 · 95 · 120 · 150 · 185 · 240 mm². Drei Kriterien bestimmen den Querschnitt — Strombelastbarkeit, Spannungsfall, Abschaltbedingung —, der ungünstigste gewinnt.
Rechner: erechner.alberssystems.de/leitungsquerschnitt/ · alle drei Kriterien: erechner.alberssystems.de/leitungsassistent/
Strombelastbarkeit und Schutzorgan
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| Iz | zulässige Belastbarkeit der Leitung | A |
| Itab | Tabellenwert nach VDE 0298-4 (30 °C, ein Stromkreis) | A |
| f | Umrechnungsfaktoren für Umgebungstemperatur und Häufung | — |
| IB / In | Betriebsstrom / Nennstrom der Sicherung | A |
| I2 | Auslösestrom des Schutzorgans (LS B/C: 1,45 · In, K/Z: 1,2 · In) | A |
Die Tabellenwerte hängen an Verlegeart und Aderzahl — sie stehen im Rechner. Häufung wird regelmäßig unterschätzt. Beim LS-Schalter ist I2 ≤ 1,45 · Iz mit In ≤ Iz erfüllt, bei Schmelzsicherungen gG gesondert prüfen.
AWG in mm²
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| AWG | American Wire Gauge — größere Zahl = dünnerer Draht | — |
| d / A | Leiterdurchmesser / Querschnitt | mm / mm² |
Beispiel: AWG 16 = 1,31 mm² → metrisch 1,5 mm². Die zulässige Belastbarkeit richtet sich nach hiesiger Norm und Verlegeart, nicht nach dem US-Aufdruck.
Schutz
Abschaltbedingung im TN-System
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| Zs | Schleifenimpedanz | Ω |
| U0 | Spannung Außenleiter gegen Erde (230 V) | V |
| Ia | Auslösestrom, oberer Wert: B 5 · C 10 · D 20 × In | A |
| c | Spannungsfaktor 0,95 für den kleinsten Fehlerstrom | — |
| Ze | Vorimpedanz am Verteiler (Netz, Trafo, Zuleitung) | Ω |
| 1,24 | Leiter betriebswarm (Kupfer etwa 80 °C) statt 20 °C | — |
| AL / APE | Querschnitt Außenleiter / Schutzleiter | mm² |
Beispiel B16: Ia = 80 A → Zs,max = 230 V / 80 A = 2,875 Ω; C16: 1,4375 Ω. Messwert ≤ 2/3 · U0/Ia (DIN VDE 0100-600, nach DGUV I 203-072, S. 43/44): B16 ≈ 1,92 Ω, C16 ≈ 0,96 Ω. Abschaltzeit bei U0 = 230 V: 0,4 s für Endstromkreise mit Steckdosen bis 63 A und mit fest angeschlossenen Verbrauchsmitteln bis 32 A, 5 s für Verteilungsstromkreise und größere Endstromkreise. Planungswert — den Nachweis liefert die Messung (VDE 0100-600).
Rechner: erechner.alberssystems.de/abschaltbedingung/ · Messwert einordnen: erechner.alberssystems.de/rcd-schleife/
RCD (FI) — Auslösefenster
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| IΔn | Bemessungsdifferenzstrom (z. B. 30 mA) | mA |
| IΔ | gemessener Auslösestrom | mA |
| t | Auslösezeit, unverzögerter RCD | ms |
Zeiten für unverzögerte RCDs bei sinusförmigem Prüfstrom. Typ S (selektiv): 130–500 / 60–200 / 50–150 ms. Typen: AC nur Wechselfehlerstrom (in Deutschland nicht zulässig), A auch pulsierender Gleichfehlerstrom, F auch Mischfrequenzen, B auch glatter Gleichfehlerstrom. Mit RCD als Fehlerschutz gilt Zs · IΔn ≤ U0; der LS muss weiter Kurzschluss und Überlast beherrschen.
Kurzschlussstrom am Transformator
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| S | Bemessungsleistung des Trafos | VA, kVA |
| U | Außenleiterspannung (400 V) | V |
| uk | relative Kurzschlussspannung (Typenschild) | % |
| c | Spannungsfaktor, cmax = 1,1 (DIN EN 60909-0, Niederspannung +10 %) | — |
| In / Ik | Nennstrom / Kurzschlussstrom an den Klemmen | A, kA |
Beispiel 400 kVA, uk = 4 %: In = 577 A, Ik ≈ 1,1 · 577 A · 25 ≈ 15,9 kA — mehr als die 6 kA oder 10 kA üblicher Leitungsschutzschalter. Abschätzung auf der sicheren Seite: Netz- und Leitungsimpedanz sind vernachlässigt.
Motor
Bemessungsstrom und Anlaufstrom
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| IN | Bemessungsstrom (Rechenwert) | A |
| P | abgegebene Wellenleistung vom Typenschild | W, kW |
| Pauf | aufgenommene elektrische Leistung | W, kW |
| η | Wirkungsgrad (z. B. 0,90 für 90 %) | — |
| cos φ | Leistungsfaktor vom Typenschild | — |
Faustregel 400 V: etwa 2 A pro kW. Anlaufstrom (Näherung): direkt 6–8 × IN · Stern-Dreieck 2–2,7 × IN · Sanftanlauf 2,5–4 × IN. Den Motorschutz stellst du auf den Strom vom Typenschild ein, nicht auf den Rechenwert.
Drehzahl, Schlupf und Drehmoment
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| ns / n | synchrone Drehzahl (Drehfeld) / Drehzahl vom Typenschild | 1/min |
| f / p | Netzfrequenz / Polpaarzahl (4-polig = 2 Polpaare) | Hz / — |
| s | Schlupf | % |
| M / P | Drehmoment an der Welle / abgegebene Leistung | Nm / kW |
Bei 50 Hz: 3000, 1500, 1000 und 750 1/min für 1 bis 4 Polpaare. Beispiel 7,5 kW, 1455 1/min: p = 2, s = 3 %, M = 49,2 Nm. 9549 = 60 000 / (2π), oft gerundet 9550.
Energie und Kosten
Energie und Stromkosten
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| P | Leistung (Watt durch 1000 = kW) | kW |
| t | Laufzeit | h |
| Preis | Arbeitspreis laut Vertrag (brutto oder netto beachten) | €/kWh, ct/kWh |
Leistung aus gemessenem Strom: P = U · I (230 V) oder P = √3 · U · I (400 V) mit cos φ = 1 — für Motoren eine bewusst hohe Schätzung. Merkwert: 1 kW Dauerlast = 8.760 kWh im Jahr, bei 37 ct/kWh rund 3.240 €.
Licht und Photovoltaik
Anzahl der Leuchten (Wirkungsgradverfahren)
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| n | Anzahl der Leuchten, immer aufrunden | — |
| Em | Wartungswert der Beleuchtungsstärke | lx |
| A | Grundfläche des Raums | m² |
| WF | Wartungsfaktor (kleiner 1) | — |
| ηB | Beleuchtungswirkungsgrad | — |
| ΦL | Lichtstrom je Leuchte (alle Lampen der Leuchte) | lm |
Aufrunden, nie abrunden — sonst bleibt die Beleuchtungsstärke unter dem geforderten Wert. Em, ηB und WF kommen aus der Lichtplanung, ΦL aus dem Datenblatt der Leuchte. 1 lx = 1 lm/m². Beispiel: 300 lx · 120 m² / (0,8 · 0,6 · 4000 lm) = 18,75 → 19 Leuchten.
PV-String: Spannung und Modulanzahl
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| USTC | Uoc oder Umpp des Moduls laut Datenblatt (STC, 25 °C) | V |
| β | Temperaturkoeffizient der Spannung aus dem Datenblatt, negativ | %/K |
| T | Modultemperatur (Tmin kälteste, Tmax heißeste) | °C |
| Umax,WR | maximale Eingangsspannung des Wechselrichters | V |
| UMPP,min | Anfang des MPP-Bereichs des Wechselrichters | V |
β ist negativ: Bei Kälte steigt die Spannung, bei Hitze sinkt sie. Darum die Leerlaufspannung mit der tiefsten und die MPP-Spannung mit der höchsten Modultemperatur rechnen. Beispiel: 49,5 V · (1 + (−0,29)/100 · (−10 − 25)) = 54,52 V je Modul. Ohne Sicherheitszuschlag, Ströme gesondert prüfen.
Rechner: erechner.alberssystems.de/pv-string/
Analogsignal 4–20 mA
Signal in Messwert umrechnen
| Zeichen | Größe | Einheit |
|---|---|---|
| I | Signalstrom | mA |
| Anfang / Ende | Messbereich des Gebers (z. B. 0–16 bar) | Messgröße |
| 27648 | Nennbereichsende SIMATIC S7 (Modul auf 4–20 mA parametriert) | — |
| RBürde | Eingangswiderstand, üblich 250 Ω → 1–5 V | Ω |
Durch 16 teilen, nicht durch 20 — die Spanne ist 16 mA. NAMUR NE 43: ≤ 3,6 mA und ab 21 mA Ausfallinformation (Drahtbruch bzw. Kurzschluss oder Geberfehler), 3,6–3,8 und 20,5–21 mA Unterscheidungszone. S7: über 27648 Übersteuerung, ab 32512 Überlauf.
Rechner: erechner.alberssystems.de/4-20-ma/
Widerstands-Farbcode
Farbringe ablesen (IEC 60062)
| Farbe | Ziffer | Multiplikator | Toleranz | TK ppm/K |
|---|---|---|---|---|
| schwarz | 0 | × 1 | — | 250 |
| braun | 1 | × 10 | ±1 % | 100 |
| rot | 2 | × 100 | ±2 % | 50 |
| orange | 3 | × 1 k | — | 15 |
| gelb | 4 | × 10 k | — | 25 |
| grün | 5 | × 100 k | ±0,5 % | 20 |
| blau | 6 | × 1 M | ±0,25 % | 10 |
| violett | 7 | × 10 M | ±0,1 % | 5 |
| grau | 8 | × 100 M | ±0,05 % | 1 |
| weiß | 9 | × 1 G | — | — |
| gold | — | × 0,1 | ±5 % | — |
| silber | — | × 0,01 | ±10 % | — |
Reihenfolge: Ziffern · Multiplikator · Toleranz, beim 6. Ring zusätzlich der Temperaturkoeffizient TK. Gold und Silber stehen nie vorn — steht eine davon außen, liest du verkehrt herum. Beispiel braun-schwarz-orange-gold: 10 · 1.000 Ω = 10 kΩ ±5 %.
Rechner: erechner.alberssystems.de/farbcode/
Richtwerte, ersetzen keine Planung und Prüfung durch eine Elektrofachkraft. Alle Formeln stammen aus den Rechnern der Elektro-Toolbox — Annahmen und Grenzen stehen dort, die Normausgaben im Norm- und Quellenregister. Weitere Übersichten für die Werkstattwand: Merkkarten zum Ausdrucken. Kostenlos, werbefrei, frei weiterzugeben — Quelle: erechner.alberssystems.de/formelsammlung/
Darf ich die Formelsammlung in der Berufsschule weitergeben?
Ja. Die Formelsammlung ist kostenlos und werbefrei, du darfst sie frei weitergeben — ausgedruckt im Unterricht, als PDF in der Klassengruppe oder über den Link zu dieser Seite. Nenn dabei bitte die Quelle erechner.alberssystems.de, damit andere auch die Rechner dahinter finden. Eine Anmeldung brauchst du dafür nicht.
Warum steht beim Wechselstrom der Faktor 2 und beim Drehstrom √3?
Beim Wechselstrom fließt der Strom über den Außenleiter hin und über den Neutralleiter zurück — die Leitung zählt doppelt, deshalb der Faktor 2 bei einfacher Leitungslänge. Beim symmetrisch belasteten Drehstrom heben sich die Ströme im Sternpunkt auf, dort steht stattdessen √3. Der klassische Fehler ist, die Länge zu verdoppeln und zusätzlich mit dem Faktor 2 zu rechnen.
Wie rechne ich kW in Ampere um?
Bei Drehstrom mit I = P / (√3 · U · cos φ), bei Wechselstrom mit I = P / (U · cos φ) und bei Gleichstrom mit I = P / U. Bei 230 V und cos φ = 1 sind 1 kW rund 4,3 A, bei 400 V Drehstrom rund 1,4 A. Bei Motoren kommt der Wirkungsgrad η dazu, weil auf dem Typenschild die abgegebene Wellenleistung steht — oder du nimmst gleich den Strom vom Typenschild.
Welche Leitfähigkeit nehme ich für Kupfer und Aluminium?
Kupfer 56 m/(Ω·mm²), Aluminium 35 m/(Ω·mm²) — das sind die Werte bei 20 °C, mit denen auch alle Rechner der Toolbox arbeiten. Als spezifischer Widerstand sind das 0,0179 und 0,0286 Ω·mm²/m. Der Widerstand einer betriebswarmen Leitung liegt bei 70 °C rund 20 % höher, die Abschaltbedingung rechnet mit 24 % (Faktor 1,24, Kupfer etwa 80 °C); beim Vergleich mit einem Messwert an einer warmen Leitung solltest du das berücksichtigen.
Von Felix Albers, Betriebselektriker · Stand: · Quellen & Normstand