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Elektro-Toolbox
von Felix Albers, Betriebselektriker
⚡ Offline-Modus — alle Rechner funktionieren weiter, gespeicherte Fassung.

Formelsammlung Elektrotechnik

Die wichtigsten Formeln der Elektrotechnik auf einen Blick — für Berufsschule, Prüfungsvorbereitung und den Alltag an der Anlage. Jede Formel mit Erklärung der Formelzeichen und Einheiten und mit einem Verweis auf den passenden Rechner, der dir den Rechenweg Schritt für Schritt zeigt. Als PDF zum Ausdrucken oder zum Teilen in der Klassengruppe. Hinweis: Richtwerte, ersetzen keine Planung und Prüfung durch eine Elektrofachkraft.

Elektro-Toolbox · erechner.alberssystems.de/formelsammlung/ · kostenlos, frei weiterzugebenQR-Code: https://erechner.alberssystems.de/q/pdf/formelsammlung

Grundlagen

Ohmsches Gesetz und Leistung

U = R · I  ·  I = U / R  ·  R = U / I
P = U · I  ·  P = I² · R  ·  P = U² / R  ·  I = √(P / R)
ZeichenGrößeEinheit
USpannungV (Volt)
IStromA (Ampere)
RWiderstandΩ (Ohm)
PLeistungW (Watt)

Zwei bekannte Größen legen die anderen beiden fest (Formelrad). Gilt für Gleichstrom und ohmsche Last — bei Motoren und anderen Wechselstromverbrauchern kommt cos φ dazu.

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SI-Vorsätze umrechnen

Zielwert = Wert · 10^(Exponentvon − Exponentnach)
ZeichenVorsatzFaktor
GGiga10⁹
MMega10⁶
kKilo10³
—Basiseinheit10⁰ = 1
mMilli10⁻³
µMikro10⁻⁶
nNano10⁻⁹
pPiko10⁻¹²

Jeder Schritt sind drei Kommastellen: 1500 mA = 1,5 A, 1500 W = 1,5 kW, 4,7 nF = 4700 pF. m ≠ M: Zwischen 1 mΩ und 1 MΩ liegen neun Zehnerpotenzen.

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Wechsel- und Drehstrom

Wirkleistung und Strom

Gleichstrom:  P = U · I  →  I = P / U
Wechselstrom:  P = U · I · cos φ  →  I = P / (U · cos φ)
Drehstrom:  P = √3 · U · I · cos φ  →  I = P / (√3 · U · cos φ)
ZeichenGrößeEinheit
PWirkleistungW, kW
USpannung (Drehstrom: Außenleiterspannung, z. B. 400 V)V
IStrom (Drehstrom: Strom je Außenleiter)A
cos φLeistungsfaktor, ohne Einheit — ohmsche Last (Heizung) = 1—

√3 nur bei Drehstrom — bei einem 230-V-Gerät mit √3 zu rechnen, ist der häufigste Fehler. Bei cos φ = 1 sind 1 kW rund 4,3 A an 230 V und rund 1,4 A an 400 V Drehstrom.

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Scheinleistung und Blindleistung

Wechselstrom:  S = U · I  ·  Drehstrom:  S = √3 · U · I
P = S · cos φ  ·  Q = √(S² − P²)
ZeichenGrößeEinheit
SScheinleistung — das, was Leitung, Sicherung und Trafo sehenVA, kVA
PWirkleistung — verrichtet die ArbeitW, kW
QBlindleistung — pendelt, belastet aber die Leitungenvar, kvar

Bei cos φ < 1 ist S immer größer als P. Deshalb stehen Trafos, Generatoren und USV-Anlagen in kVA auf dem Typenschild, nicht in kW.

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Blindleistungskompensation

QC = P · (tan φ1 − tan φ2)  ·  tan φ = tan(arccos(cos φ))
ZeichenGrößeEinheit
QCnötige Kondensatorleistungkvar
Ptatsächliche mittlere Wirkleistung (nicht die Anschlussleistung)kW
φ1 / φ2Phasenwinkel vorher (Ist) / nachher (Ziel)—

Beispiel: cos φ 0,75 → tan φ 0,882; cos φ 0,95 → tan φ 0,329. Üblich ist ein Ziel von 0,90 bis 0,95 — nicht auf 1,0 kompensieren (Überkompensation, Resonanzgefahr).

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Blindwiderstand und Scheinwiderstand (R, L, C in Reihe)

XL = 2π · f · L  ·  XC = 1 / (2π · f · C)
Z = √(R² + (XL − XC)²)  ·  cos φ = R / Z  ·  I = U / Z
ZeichenGrößeEinheit
XL / XCinduktiver / kapazitiver BlindwiderstandΩ
L / CInduktivität in Henry / Kapazität in Farad (10 µF = 0,00001 F)H, F
ZScheinwiderstand (Impedanz)Ω
φPhasenwinkel — positiv induktiv, negativ kapazitiv°

R und X stehen senkrecht aufeinander: nicht einfach addieren. Beispiel 100 mH an 50 Hz: XL = 31,42 Ω; mit R = 22 Ω wird Z = 38,35 Ω.

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Stern- und Dreieckschaltung

Stern:  U = √3 · UStr,  I = IStr  ·  Dreieck:  U = UStr,  I = √3 · IStr
P = √3 · U · I · cos φ  ·  PΔ = 3 · PY
ZeichenGrößeEinheit
U / IAußenleiterspannung / AußenleiterstromV / A
UStr / IStrSpannung / Strom an einem VerbraucherstrangV / A
PY / PΔLeistung derselben Verbraucher im Stern / im DreieckW

Dieselben drei Widerstände nehmen im Dreieck dreimal so viel Leistung auf wie im Stern. Beispiel 3 × 50 Ω an 400 V: Stern 3,2 kW, Dreieck 9,6 kW.

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Transformator

ü = U1 / U2 = N1 / N2 ≈ I2 / I1
Einphasig:  IN = S / U  ·  Drehstrom:  IN = S / (√3 · U)
ZeichenGrößeEinheit
üÜbersetzungsverhältnis—
N1 / N2Windungszahl primär / sekundär—
SBemessungsleistung vom TypenschildVA, kVA

Die Ströme verhalten sich umgekehrt wie die Spannungen. Beispiel 400 V / 24 V, 250 VA: ü = 16,67, I2N = 10,42 A, I1N = 0,625 A.

Rechner: erechner.alberssystems.de/transformator/

Leitungen

Leitungswiderstand

R = ρ · l / A = l / (γ · A)  ·  RSchleife = 2 · R
ZeichenGrößeEinheit
RWiderstand eines Leiters (einfacher Weg)Ω
lLeitungslänge, einfachm
ALeiterquerschnittmm²
ρspez. Widerstand bei 20 °C: Cu 0,0179 · Al 0,0286Ω·mm²/m
γLeitfähigkeit (auch κ) bei 20 °C: Cu 56 · Al 35m/(Ω·mm²)

Betriebswarm (70 °C) liegt der Widerstand rund 20 % höher. Kupfer je Leiter bei 20 °C: 1,5 mm² ≈ 11,9 mΩ/m · 2,5 mm² ≈ 7,1 mΩ/m · 4 mm² ≈ 4,5 mΩ/m. Messgeräte messen die Schleife (hin und zurück).

Rechner: erechner.alberssystems.de/leitungswiderstand/

Spannungsfall

Drehstrom:  ΔU = √3 · l · I · cos φ / (γ · A)
Wechselstrom:  ΔU = 2 · l · I · cos φ / (γ · A)
Gleichstrom:  ΔU = 2 · l · I / (γ · A)
ΔU in % = ΔU / U · 100
ZeichenGrößeEinheit
ΔUSpannungsfall auf der LeitungV
UNennspannung (230 V, 400 V, DC-Spannung)V
leinfache Leitungslängem
IBetriebsstromA
γ, ALeitfähigkeit (Cu 56, Al 35) und Querschnittm/(Ω·mm²), mm²

Faktor 2 oder √3? Beim Wechselstrom fließt der Strom über Außen- und Neutralleiter — die doppelte Länge steckt schon im Faktor 2, also nicht zusätzlich die Länge verdoppeln. Beim symmetrischen Drehstrom steht √3. Übliche Planungswerte: 3 % (DIN 18015-1, Wohngebäude ab Messeinrichtung), 4 % (DIN VDE 0100-520:2023-06, ab Hausanschlusskasten). Induktiver Anteil bei Installationsleitungen meist vernachlässigbar, bei großen Querschnitten nicht: ΔU = f · I · l · (cos φ / (γ · A) + X' · sin φ), X' ≈ 0,08 mΩ/m.

Rechner: erechner.alberssystems.de/spannungsfall/ · PV-Gleichstromseite: erechner.alberssystems.de/pv-leitung/

Querschnitt nach Spannungsfall

Drehstrom:  A = √3 · l · I · cos φ / (γ · ΔU)
Wechselstrom / DC:  A = 2 · l · I · cos φ / (γ · ΔU)  (DC: cos φ = 1)
ΔUzul = zulässiger Prozentwert / 100 · U
ZeichenGrößeEinheit
Arechnerischer Mindestquerschnittmm²
ΔUzulerlaubter Spannungsfall (z. B. 3 % von 400 V = 12 V)V

Immer auf den nächsten Normquerschnitt aufrunden: 1,5 · 2,5 · 4 · 6 · 10 · 16 · 25 · 35 · 50 · 70 · 95 · 120 · 150 · 185 · 240 mm². Drei Kriterien bestimmen den Querschnitt — Strombelastbarkeit, Spannungsfall, Abschaltbedingung —, der ungünstigste gewinnt.

Rechner: erechner.alberssystems.de/leitungsquerschnitt/ · alle drei Kriterien: erechner.alberssystems.de/leitungsassistent/

Strombelastbarkeit und Schutzorgan

Iz = Itab · fTemperatur · fHäufung
IB ≤ In ≤ Iz  und  I2 ≤ 1,45 · Iz
ZeichenGrößeEinheit
Izzulässige Belastbarkeit der LeitungA
ItabTabellenwert nach VDE 0298-4 (30 °C, ein Stromkreis)A
fUmrechnungsfaktoren für Umgebungstemperatur und Häufung—
IB / InBetriebsstrom / Nennstrom der SicherungA
I2Auslösestrom des Schutzorgans (LS B/C: 1,45 · In, K/Z: 1,2 · In)A

Die Tabellenwerte hängen an Verlegeart und Aderzahl — sie stehen im Rechner. Häufung wird regelmäßig unterschätzt. Beim LS-Schalter ist I2 ≤ 1,45 · Iz mit In ≤ Iz erfüllt, bei Schmelzsicherungen gG gesondert prüfen.

Rechner: erechner.alberssystems.de/strombelastbarkeit/

AWG in mm²

d = 0,127 mm · 92(36 − AWG)/39  ·  A = π/4 · d²
ZeichenGrößeEinheit
AWGAmerican Wire Gauge — größere Zahl = dünnerer Draht—
d / ALeiterdurchmesser / Querschnittmm / mm²

Beispiel: AWG 16 = 1,31 mm² → metrisch 1,5 mm². Die zulässige Belastbarkeit richtet sich nach hiesiger Norm und Verlegeart, nicht nach dem US-Aufdruck.

Rechner: erechner.alberssystems.de/awg-umrechnung/

Schutz

Abschaltbedingung im TN-System

Zs · Ia ≤ U0  →  Zs,max = U0 / Ia
lmax = (c · U0 / Ia − Ze) · γ · AL / (1,24 · (1 + AL/APE))
ZeichenGrößeEinheit
ZsSchleifenimpedanzΩ
U0Spannung Außenleiter gegen Erde (230 V)V
IaAuslösestrom, oberer Wert: B 5 · C 10 · D 20 × InA
cSpannungsfaktor 0,95 für den kleinsten Fehlerstrom—
ZeVorimpedanz am Verteiler (Netz, Trafo, Zuleitung)Ω
1,24Leiter betriebswarm (Kupfer etwa 80 °C) statt 20 °C—
AL / APEQuerschnitt Außenleiter / Schutzleitermm²

Beispiel B16: Ia = 80 A → Zs,max = 230 V / 80 A = 2,875 Ω; C16: 1,4375 Ω. Messwert ≤ 2/3 · U0/Ia (DIN VDE 0100-600, nach DGUV I 203-072, S. 43/44): B16 ≈ 1,92 Ω, C16 ≈ 0,96 Ω. Abschaltzeit bei U0 = 230 V: 0,4 s für Endstromkreise mit Steckdosen bis 63 A und mit fest angeschlossenen Verbrauchsmitteln bis 32 A, 5 s für Verteilungsstromkreise und größere Endstromkreise. Planungswert — den Nachweis liefert die Messung (VDE 0100-600).

Rechner: erechner.alberssystems.de/abschaltbedingung/ · Messwert einordnen: erechner.alberssystems.de/rcd-schleife/

RCD (FI) — Auslösefenster

IΔn/2 < IΔ ≤ IΔn  ·  t ≤ 300 / 150 / 40 ms bei 1 / 2 / 5 · IΔn
ZeichenGrößeEinheit
IΔnBemessungsdifferenzstrom (z. B. 30 mA)mA
IΔgemessener AuslösestrommA
tAuslösezeit, unverzögerter RCDms

Zeiten für unverzögerte RCDs bei sinusförmigem Prüfstrom. Typ S (selektiv): 130–500 / 60–200 / 50–150 ms. Typen: AC nur Wechselfehlerstrom (in Deutschland nicht zulässig), A auch pulsierender Gleichfehlerstrom, F auch Mischfrequenzen, B auch glatter Gleichfehlerstrom. Mit RCD als Fehlerschutz gilt Zs · IΔn ≤ U0; der LS muss weiter Kurzschluss und Überlast beherrschen.

Rechner: erechner.alberssystems.de/rcd-schleife/

Kurzschlussstrom am Transformator

In = S / (√3 · U)  ·  Ik ≈ c · In · 100 / uk
ZeichenGrößeEinheit
SBemessungsleistung des TrafosVA, kVA
UAußenleiterspannung (400 V)V
ukrelative Kurzschlussspannung (Typenschild)%
cSpannungsfaktor, cmax = 1,1 (DIN EN 60909-0, Niederspannung +10 %)—
In / IkNennstrom / Kurzschlussstrom an den KlemmenA, kA

Beispiel 400 kVA, uk = 4 %: In = 577 A, Ik ≈ 1,1 · 577 A · 25 ≈ 15,9 kA — mehr als die 6 kA oder 10 kA üblicher Leitungsschutzschalter. Abschätzung auf der sicheren Seite: Netz- und Leitungsimpedanz sind vernachlässigt.

Rechner: erechner.alberssystems.de/kurzschlussstrom/

Motor

Bemessungsstrom und Anlaufstrom

IN = P / (√3 · U · cos φ · η)  ·  Pauf = P / η
ZeichenGrößeEinheit
INBemessungsstrom (Rechenwert)A
Pabgegebene Wellenleistung vom TypenschildW, kW
Paufaufgenommene elektrische LeistungW, kW
ηWirkungsgrad (z. B. 0,90 für 90 %)—
cos φLeistungsfaktor vom Typenschild—

Faustregel 400 V: etwa 2 A pro kW. Anlaufstrom (Näherung): direkt 6–8 × IN · Stern-Dreieck 2–2,7 × IN · Sanftanlauf 2,5–4 × IN. Den Motorschutz stellst du auf den Strom vom Typenschild ein, nicht auf den Rechenwert.

Rechner: erechner.alberssystems.de/motorstrom/

Drehzahl, Schlupf und Drehmoment

ns = 60 · f / p  ·  s = (ns − n) / ns · 100 %  ·  M = 9549 · P / n
ZeichenGrößeEinheit
ns / nsynchrone Drehzahl (Drehfeld) / Drehzahl vom Typenschild1/min
f / pNetzfrequenz / Polpaarzahl (4-polig = 2 Polpaare)Hz / —
sSchlupf%
M / PDrehmoment an der Welle / abgegebene LeistungNm / kW

Bei 50 Hz: 3000, 1500, 1000 und 750 1/min für 1 bis 4 Polpaare. Beispiel 7,5 kW, 1455 1/min: p = 2, s = 3 %, M = 49,2 Nm. 9549 = 60 000 / (2π), oft gerundet 9550.

Rechner: erechner.alberssystems.de/motordrehzahl/

Energie und Kosten

Energie und Stromkosten

Energie (kWh) = P (kW) · t (h)  ·  Kosten = P (kW) · t (h) · Preis (€/kWh)
kWh/Jahr = kWh/Tag · Tage pro Woche / 7 · 365  ·  € = kWh · ct / 100
ZeichenGrößeEinheit
PLeistung (Watt durch 1000 = kW)kW
tLaufzeith
PreisArbeitspreis laut Vertrag (brutto oder netto beachten)€/kWh, ct/kWh

Leistung aus gemessenem Strom: P = U · I (230 V) oder P = √3 · U · I (400 V) mit cos φ = 1 — für Motoren eine bewusst hohe Schätzung. Merkwert: 1 kW Dauerlast = 8.760 kWh im Jahr, bei 37 ct/kWh rund 3.240 €.

Rechner: erechner.alberssystems.de/energiekosten/

Licht und Photovoltaik

Anzahl der Leuchten (Wirkungsgradverfahren)

n = Em · A / (WF · ηB · ΦL)
ZeichenGrößeEinheit
nAnzahl der Leuchten, immer aufrunden—
EmWartungswert der Beleuchtungsstärkelx
AGrundfläche des Raumsm²
WFWartungsfaktor (kleiner 1)—
ηBBeleuchtungswirkungsgrad—
ΦLLichtstrom je Leuchte (alle Lampen der Leuchte)lm

Aufrunden, nie abrunden — sonst bleibt die Beleuchtungsstärke unter dem geforderten Wert. Em, ηB und WF kommen aus der Lichtplanung, ΦL aus dem Datenblatt der Leuchte. 1 lx = 1 lm/m². Beispiel: 300 lx · 120 m² / (0,8 · 0,6 · 4000 lm) = 18,75 → 19 Leuchten.

Rechner: erechner.alberssystems.de/beleuchtung/

PV-String: Spannung und Modulanzahl

U(T) = USTC · (1 + β/100 · (T − 25 °C))  ·  UString = n · UModul
nmax = Umax,WR / Uoc(Tmin) → abrunden  ·  nmin = UMPP,min / Umpp(Tmax) → aufrunden
ZeichenGrößeEinheit
USTCUoc oder Umpp des Moduls laut Datenblatt (STC, 25 °C)V
βTemperaturkoeffizient der Spannung aus dem Datenblatt, negativ%/K
TModultemperatur (Tmin kälteste, Tmax heißeste)°C
Umax,WRmaximale Eingangsspannung des WechselrichtersV
UMPP,minAnfang des MPP-Bereichs des WechselrichtersV

β ist negativ: Bei Kälte steigt die Spannung, bei Hitze sinkt sie. Darum die Leerlaufspannung mit der tiefsten und die MPP-Spannung mit der höchsten Modultemperatur rechnen. Beispiel: 49,5 V · (1 + (−0,29)/100 · (−10 − 25)) = 54,52 V je Modul. Ohne Sicherheitszuschlag, Ströme gesondert prüfen.

Rechner: erechner.alberssystems.de/pv-string/

Analogsignal 4–20 mA

Signal in Messwert umrechnen

Messwert = Anfang + (I − 4 mA) / 16 mA · (Ende − Anfang)
I = 4 mA + (Messwert − Anfang) / (Ende − Anfang) · 16 mA
S7-Rohwert = (I − 4 mA) / 16 mA · 27648  ·  UBürde = I · RBürde
ZeichenGrößeEinheit
ISignalstrommA
Anfang / EndeMessbereich des Gebers (z. B. 0–16 bar)Messgröße
27648Nennbereichsende SIMATIC S7 (Modul auf 4–20 mA parametriert)—
RBürdeEingangswiderstand, üblich 250 Ω → 1–5 VΩ

Durch 16 teilen, nicht durch 20 — die Spanne ist 16 mA. NAMUR NE 43: ≤ 3,6 mA und ab 21 mA Ausfallinformation (Drahtbruch bzw. Kurzschluss oder Geberfehler), 3,6–3,8 und 20,5–21 mA Unterscheidungszone. S7: über 27648 Übersteuerung, ab 32512 Überlauf.

Rechner: erechner.alberssystems.de/4-20-ma/

Widerstands-Farbcode

Farbringe ablesen (IEC 60062)

R = Ziffern · Multiplikator  (4 Ringe: 2 Ziffern · 5/6 Ringe: 3 Ziffern)
FarbeZifferMultiplikatorToleranzTK ppm/K
schwarz0× 1—250
braun1× 10±1 %100
rot2× 100±2 %50
orange3× 1 k—15
gelb4× 10 k—25
grün5× 100 k±0,5 %20
blau6× 1 M±0,25 %10
violett7× 10 M±0,1 %5
grau8× 100 M±0,05 %1
weiß9× 1 G——
gold—× 0,1±5 %—
silber—× 0,01±10 %—

Reihenfolge: Ziffern · Multiplikator · Toleranz, beim 6. Ring zusätzlich der Temperaturkoeffizient TK. Gold und Silber stehen nie vorn — steht eine davon außen, liest du verkehrt herum. Beispiel braun-schwarz-orange-gold: 10 · 1.000 Ω = 10 kΩ ±5 %.

Rechner: erechner.alberssystems.de/farbcode/

Richtwerte, ersetzen keine Planung und Prüfung durch eine Elektrofachkraft. Alle Formeln stammen aus den Rechnern der Elektro-Toolbox — Annahmen und Grenzen stehen dort, die Normausgaben im Norm- und Quellenregister. Weitere Übersichten für die Werkstattwand: Merkkarten zum Ausdrucken. Kostenlos, werbefrei, frei weiterzugeben — Quelle: erechner.alberssystems.de/formelsammlung/

Darf ich die Formelsammlung in der Berufsschule weitergeben?

Ja. Die Formelsammlung ist kostenlos und werbefrei, du darfst sie frei weitergeben — ausgedruckt im Unterricht, als PDF in der Klassengruppe oder über den Link zu dieser Seite. Nenn dabei bitte die Quelle erechner.alberssystems.de, damit andere auch die Rechner dahinter finden. Eine Anmeldung brauchst du dafür nicht.

Warum steht beim Wechselstrom der Faktor 2 und beim Drehstrom √3?

Beim Wechselstrom fließt der Strom über den Außenleiter hin und über den Neutralleiter zurück — die Leitung zählt doppelt, deshalb der Faktor 2 bei einfacher Leitungslänge. Beim symmetrisch belasteten Drehstrom heben sich die Ströme im Sternpunkt auf, dort steht stattdessen √3. Der klassische Fehler ist, die Länge zu verdoppeln und zusätzlich mit dem Faktor 2 zu rechnen.

Wie rechne ich kW in Ampere um?

Bei Drehstrom mit I = P / (√3 · U · cos φ), bei Wechselstrom mit I = P / (U · cos φ) und bei Gleichstrom mit I = P / U. Bei 230 V und cos φ = 1 sind 1 kW rund 4,3 A, bei 400 V Drehstrom rund 1,4 A. Bei Motoren kommt der Wirkungsgrad η dazu, weil auf dem Typenschild die abgegebene Wellenleistung steht — oder du nimmst gleich den Strom vom Typenschild.

Welche Leitfähigkeit nehme ich für Kupfer und Aluminium?

Kupfer 56 m/(Ω·mm²), Aluminium 35 m/(Ω·mm²) — das sind die Werte bei 20 °C, mit denen auch alle Rechner der Toolbox arbeiten. Als spezifischer Widerstand sind das 0,0179 und 0,0286 Ω·mm²/m. Der Widerstand einer betriebswarmen Leitung liegt bei 70 °C rund 20 % höher, die Abschaltbedingung rechnet mit 24 % (Faktor 1,24, Kupfer etwa 80 °C); beim Vergleich mit einem Messwert an einer warmen Leitung solltest du das berücksichtigen.

Von Felix Albers, Betriebselektriker · Stand: · Quellen & Normstand