Genau zwei Größen aus Spannung, Strom, Widerstand und Leistung eingeben — die übrigen zwei werden konsistent berechnet. Mit SI-Vorsätzen je Feld (m, k, M).
Aus zwei bekannten Größen folgen die anderen beiden immer eindeutig — das ist das „Formelrad" aus der Ausbildung. Der Rechner nimmt genau zwei Eingaben: weniger ist unterbestimmt (keine Lösung möglich), mehr ist überbestimmt — dann könnten sich die Angaben widersprechen, deshalb rechnet er bewusst nicht, statt still eine Eingabe zu überschreiben.
Praxisbeispiele: Heizwiderstand messen und Leistung bestimmen (R + U) · Shunt-Auswertung (U + R) · zulässigen Vorwiderstand bestimmen (U + I) · Belastbarkeit eines Widerstands prüfen (R + P → I und U).
Im Lager liegt eine unbeschriftete Ersatz-Heizpatrone für die Folienschweißmaschine, und du willst wissen, ob es die 2-kW-Ausführung ist. Das Typenschild fehlt, also misst du die ausgebaute Patrone spannungsfrei durch: 26,5 Ω. Zusammen mit den 230 V Netzspannung liefert der Rechner den Rest.
Knapp 2000 W — das ist die 2-kW-Ausführung, und die 8,68 A bleiben weit unter dem Nennstrom eines B16-Automaten. Wie viel Widerstand eine lange Zuleitung selbst dazulegt, rechnest du mit dem Leitungswiderstand-Rechner nach.
Watt geteilt durch Volt ergibt Ampere: I = P / U. Ein 2000-W-Heizstab an 230 V zieht 2000 / 230 = 8,7 A, eine 60-W-Leuchte an 12 V Gleichspannung 5 A. Das gilt für Gleichstrom und ohmsche Lasten. Bei Motoren und anderen Wechselstromverbrauchern kommt der Leistungsfaktor dazu — dafür nimmst du den kW-↔-Ampere-Rechner mit cos φ.
Das Formelrad ist eine Ablesehilfe: innen stehen die vier Größen, außen für jede davon drei fertig umgestellte Formeln — insgesamt zwölf. Du suchst den Quadranten der gesuchten Größe und nimmst dort die Formel, die genau deine zwei bekannten Werte enthält. Beispiel: Strom aus Leistung und Widerstand ist I = √(P/R) — Umstellen entfällt komplett.
Weil der dritte Wert schon festliegt: zwei Größen bestimmen die anderen beiden. Gibst du 230 V, 20 Ω und 10 A ein, widerspricht sich das — aus 230 V und 20 Ω folgen 11,5 A. Welcher Wert falsch ist, kann kein Rechner entscheiden. Typische Ursache: Typenschildangaben mit eigenen Messwerten gemischt. Lass den unsichersten Wert weg und prüfe ihn gegen das Ergebnis.
Ja — Widerstand am abgeklemmten, spannungsfreien Heizstab messen und P = U²/R rechnen. Bei Heizleitern passt das gut, weil sich ihr Widerstand mit der Temperatur kaum ändert. Bei Glühlampen oder Motoren klappt es nicht: Kaltwiderstand und induktive Anteile verfälschen das Ergebnis. Messungen an 230-V-Anlagen sind Sache einer Elektrofachkraft — die fünf Sicherheitsregeln gelten immer.
Der Rechenweg erscheint, sobald alle Pflichtfelder gefüllt sind.
Mit „Neue Übung" bekommst du eine Zufallsaufgabe mit nachprüfbarer Lösung.