Leistung, Laufzeit und Strompreis eingeben — Kosten pro Tag, Monat und Jahr ablesen. Auch rückwärts: aus gemessenem Strom die Leistung bestimmen.
Bei „gemessener Strom" wird die Leistung über P = U · I (230 V) bzw. P = √3 · U · I (400 V) abgeschätzt — mit cos φ = 1. Für Motoren ist die tatsächliche Wirkleistung also etwas niedriger als hier gerechnet; die Schätzung ist bewusst konservativ.
Die Absauganlage in der Halle (3 kW) läuft seit Jahren rund um die Uhr — auch nachts und am Wochenende, obwohl nur werktags in zwei Schichten produziert wird (80 von 168 Wochenstunden). Der Chef will wissen, was eine Zeitschaltuhr oder die Einbindung in die Anlagensteuerung bringen würde.
Rund 4.400 € Ersparnis pro Jahr — für ein Bauteil im zweistelligen Eurobereich. Vorher klären, ob die Absaugung außerhalb der Produktion wirklich abgeschaltet werden darf (Nachlaufzeiten, Brand- und Explosionsschutz). Solche Dauerläufer findest du am schnellsten, wenn du nachts oder am Wochenende einen Blick auf den Zähler wirfst.
Rund 2.800 € bei 32 ct/kWh: Ein Kilowatt Dauerlast läuft 8.760 Stunden im Jahr und verbraucht damit 8.760 kWh. Daraus folgt die wichtigste Faustformel im Betrieb — jedes Watt Dauerbetrieb kostet etwa 2,80 € pro Jahr. Beim Gewerbetarif von 25 ct sind es noch rund 2.190 €, die Rechnung skaliert linear.
Etwa 5 € pro Arbeitstag: 2 kW × 8 h = 16 kWh, bei 32 ct/kWh also 5,12 €. Über eine Heizperiode von 130 Arbeitstagen summiert sich das auf gut 660 €. Für dieselbe Wärme käme eine Split-Klimaanlage im Heizbetrieb (COP ≈ 3, Richtwert) mit rund einem Drittel der Stromkosten aus.
Mehr, als die Watt-Angaben vermuten lassen: In einem Betrieb summieren sich Steuertrafos, Netzteile, Displays und Bürotechnik schnell auf 200 W Dauerlast — das sind 1.752 kWh oder rund 560 € im Jahr. Statt zu schätzen: nachmessen. Aus dem gemessenen Strom bestimmst du die Leistung mit dem Rechner Leistung aus Strom.
Bei hohen Laufzeiten ja: Ein 7,5-kW-Motor nimmt bei Nennlast als IE1 (η ≈ 87 %) rund 8,6 kW auf, als IE3 (η ≈ 90,4 %) nur etwa 8,3 kW. Bei 4.000 Betriebsstunden spart das rund 400 € im Jahr — der neue Motor ist damit häufig nach zwei bis drei Jahren bezahlt. Anschluss und Prüfung gehören in die Hand der Elektrofachkraft; die zu erwartende Stromaufnahme schätzt du vorab mit dem Rechner Motorstrom berechnen ab.
Der Rechenweg erscheint, sobald alle Pflichtfelder gefüllt sind.
Mit „Neue Übung" bekommst du eine Zufallsaufgabe mit nachprüfbarer Lösung.