Die durchgängige Leitungsberechnung: Strombelastbarkeit, Spannungsfall und Abschaltbedingung in einem Durchgang — jedes Kriterium einzeln ausgewiesen, das maßgebende benannt. Erste Ausbaustufe: Kupfer mit PVC-Isolierung, Verlegearten A1 bis E.
Hier erscheinen Rechenweg, Reserve und Gültigkeitsbereich je Kriterium, sobald die Eingaben vollständig sind.
Der ungünstigste gewinnt: Jeder der drei Mindestquerschnitte wird einzeln bestimmt; der größte davon ist das Ergebnis, und das zugehörige Kriterium wird als maßgebend benannt.
Belastbarkeit: Die Leitung muss den Nennstrom des Schutzorgans dauerhaft tragen (ohne Schutzorgan-Angabe: den Betriebsstrom). Tabellenbasis VDE 0298-4, Kupfer/PVC — mit Temperatur- und Häufungsfaktoren wie im Einzelrechner.
Spannungsfall: rein ohmsch bei 20 °C, mit dem editierbaren Planungswert. Details im Einzelrechner.
Abschaltung: Mit angegebener Vorimpedanz wird gerechnet: Gesamtschleife = Zv + Leitungsschleife ≤ U0/Ia (PE = Außenleiter angenommen). Ohne Vorimpedanz ist der Status ausdrücklich „nicht bewertet" — dann fehlt dem Ergebnis ein Kriterium und es ist kein vollständiges Urteil. Details im Einzelrechner.
Nicht abgebildet: Aluminium, VPE (90 °C), Erdverlegung, Selektivität, Motoranlauf, Oberschwingungen, PE ≠ Außenleiter. In solchen Fällen die Einzelrechner und die Originaltabellen nutzen.
Eine neue Absauganlage soll ans andere Hallenende: Betriebsstrom 16 A (cos φ 0,95) an Drehstrom, abgesichert mit B16, 50 m Mantelleitung im Rohr auf der Wand (Verlegeart B2), drei belastete Adern, 30 °C in der Halle. Als Planungswert sind 3 % Spannungsfall gesetzt, an der Unterverteilung wurden 0,3 Ω Vorimpedanz gemessen. Reicht 1,5 mm² — oder muss mehr auf die Trommel?
Zwei Kriterien landen bei 2,5 mm², nur die Abschaltung wäre rechnerisch schon mit 1,5 mm² innerhalb der Grenze — Ergebnis also 2,5 mm² Cu, maßgebend sind Belastbarkeit und Spannungsfall gemeinsam. Das ist eine Planungsorientierung: den Nachweis liefert erst die Messung nach Errichtung.
Eine vollständige Leitungsberechnung prüft drei Kriterien: Strombelastbarkeit (trägt die Leitung den Nennstrom der Sicherung dauerhaft?), Spannungsfall (kommt hinten noch genug Spannung an?) und Abschaltbedingung (löst der Automat im Fehlerfall schnell genug aus?). Jedes Kriterium liefert einen eigenen Mindestquerschnitt — eingebaut wird der größte der drei. Wer nur eines rechnet, hat zwei ungeprüfte Risiken im Rohr.
Meist 2,5 mm² — bei 25 m ist die Belastbarkeit maßgebend, nicht die Länge. 11 kW an 400 V ergeben rund 16 A; mit B16 und Verlegeart B2 trägt nach VDE 0298-4 erst 2,5 mm² diesen Strom dauerhaft. Der Spannungsfall verlangt rechnerisch nur ca. 1 mm² (3 %). Wallbox heißt Dauerlast: Das ist eine Planungsorientierung — Abschaltbedingung und Nachweis liefert erst die Messung vor Ort.
Nein — sie deckt nur eines von drei Risiken ab. Die Spannungsfall-Berechnung zeigt, ob am Verbraucher genug Spannung ankommt, aber nicht, ob die Leitung unter Dauerlast zu warm wird oder der Automat im Fehlerfall rechtzeitig auslöst. Besonders bei kurzen Strecken ist ΔU fast nie das Problem — dort entscheidet in der Regel die Belastbarkeit.
Weil deine Leitung nur das letzte Stück der Fehlerschleife ist. Ob der Automat schnell genug auslöst, entscheidet die gesamte Schleifenimpedanz — alles vor der Verteilung (Netz, Trafo, Zuleitung) steckt in der Vorimpedanz Zv. Ohne gemessenes Zv ist keine belastbare Aussage möglich. Wie du damit rechnest, zeigt der Rechner zur Abschaltbedingung; den Nachweis liefert die Messung durch die Elektrofachkraft.
Der Rechenweg erscheint, sobald alle Pflichtfelder gefüllt sind.
Mit „Neue Übung" bekommst du eine Zufallsaufgabe mit nachprüfbarer Lösung.
Normstand: DIN VDE 0298-4 (Tabellenwerte gegen 2023-06 zu verifizieren) · DIN VDE 0100-410:2018-10 · VDE 0100-430/520 (Ausgaben zu verifizieren) — Ausgaben und Quellenstatus im Norm- und Quellenregister.
Status: Rechnerische Orientierung — das Ergebnis bewertet nur das genannte rechnerische Einzelkriterium und ersetzt weder Messung noch Planung durch eine Elektrofachkraft.