Berechnet am · Richtwert, kein prüffähiger Nachweis · https://erechner.alberssystems.de/leitungsassistent/
Leitungsberechnung: Kabelquerschnitt aus drei Kriterien
BetaEine Leitung ist erst passend bemessen, wenn drei Bedingungen zugleich erfüllt sind: Sie trägt den Strom dauerhaft, der Spannungsfall bleibt in der Grenze, und im Fehlerfall schaltet die Schutzeinrichtung rechtzeitig ab.
Die durchgängige Leitungsberechnung: Strombelastbarkeit, Spannungsfall und Abschaltbedingung in einem Durchgang — jedes Kriterium einzeln ausgewiesen, das maßgebende benannt. Erste Ausbaustufe: Kupfer mit PVC-Isolierung, Verlegearten A1 bis E.
Die drei Kriterien im Detail
Hier erscheinen Rechenweg, Reserve und Gültigkeitsbereich je Kriterium, sobald die Eingaben vollständig sind.
Formeln und Grenzen der ersten Ausbaustufe
Der ungünstigste gewinnt: Jeder der drei Mindestquerschnitte wird einzeln bestimmt; der größte davon ist das Ergebnis, und das zugehörige Kriterium wird als maßgebend benannt.
Belastbarkeit: Die Leitung muss den Nennstrom der Schutzeinrichtung dauerhaft tragen. Tabellenbasis VDE 0298-4, Kupfer/PVC — mit Temperatur- und Häufungsfaktoren wie im Einzelrechner.
Spannungsfall: rein ohmsch bei 20 °C, mit dem editierbaren Planungswert. Details im Einzelrechner.
Abschaltung: Mit angegebener Vorimpedanz wird gerechnet: Gesamtschleife = Zv + Leitungsschleife (betriebswarm, × 1,24) ≤ 0,95 · U0/Ia (PE = Außenleiter angenommen). Ohne Vorimpedanz ist der Status ausdrücklich „nicht bewertet“ — dann fehlt dem Ergebnis ein Kriterium und es ist kein vollständiges Urteil. Details im Einzelrechner.
Nicht abgebildet: Aluminium, VPE (90 °C), Erdverlegung, Selektivität, Motoranlauf, Oberschwingungen, PE ≠ Außenleiter. In solchen Fällen die Einzelrechner und die Originaltabellen nutzen.
Beispiel aus der Praxis
Eine neue Absauganlage soll ans andere Hallenende: Betriebsstrom 16 A (cos φ 0,95) an Drehstrom, abgesichert mit B16, 50 m Mantelleitung im Rohr auf der Wand (Verlegeart B2), drei belastete Adern, 30 °C in der Halle. Als Planungswert sind 3 % Spannungsfall gesetzt, an der Unterverteilung wurden 0,3 Ω Vorimpedanz gemessen. Reicht 1,5 mm² — oder muss mehr auf die Trommel?
Spannungsfall: A = √3 · 50 m · 16 A · 0,95 / (56 · 12 V) = 1,96 mm² → Normquerschnitt 2,5 mm²
Abschaltung: Ia(B16) = 80 A → Grenze 0,95 · 230 / 80 = 2,731 Ω; 0,3 Ω + 1,24 · 2·50/(56·1,5) = 1,776 Ω ≤ 2,731 Ω → 1,5 mm² innerhalb der Rechengrenze
Zwei Kriterien landen bei 2,5 mm², nur die Abschaltung wäre rechnerisch schon mit 1,5 mm² innerhalb der Grenze — Ergebnis also 2,5 mm² Cu, maßgebend sind Belastbarkeit und Spannungsfall gemeinsam. Das ist eine Planungsorientierung: den Nachweis liefert erst die Messung nach Errichtung.
Wie berechnet man den Kabelquerschnitt richtig?
Eine vollständige Leitungsberechnung prüft drei Kriterien: Strombelastbarkeit (trägt die Leitung den Nennstrom der Sicherung dauerhaft?), Spannungsfall (kommt hinten noch genug Spannung an?) und Abschaltbedingung (löst der Automat im Fehlerfall schnell genug aus?). Jedes Kriterium liefert einen eigenen Mindestquerschnitt — eingebaut wird der größte der drei. Wer nur eines rechnet, hat zwei ungeprüfte Risiken im Rohr.
Welcher Kabelquerschnitt für eine 11-kW-Wallbox bei 25 m?
Meist 2,5 mm² — bei 25 m ist die Belastbarkeit maßgebend, nicht die Länge. 11 kW an 400 V ergeben rund 16 A; mit B16 und Verlegeart B2 trägt nach VDE 0298-4 erst 2,5 mm² diesen Strom dauerhaft. Der Spannungsfall verlangt rechnerisch nur ca. 1 mm² (3 %). Wallbox heißt Dauerlast: Das ist eine Planungsorientierung — Abschaltbedingung und Nachweis liefert erst die Messung vor Ort.
Reicht die Spannungsfallberechnung allein für den Querschnitt?
Nein — sie deckt nur eines von drei Risiken ab. Die Spannungsfall-Berechnung zeigt, ob am Verbraucher genug Spannung ankommt, aber nicht, ob die Leitung unter Dauerlast zu warm wird oder der Automat im Fehlerfall rechtzeitig auslöst. Besonders bei kurzen Strecken ist ΔU fast nie das Problem — dort entscheidet in der Regel die Belastbarkeit.
Warum braucht die Abschaltbedingung die Vorimpedanz?
Weil deine Leitung nur das letzte Stück der Fehlerschleife ist. Ob der Automat schnell genug auslöst, entscheidet die gesamte Schleifenimpedanz — alles vor der Verteilung (Netz, Trafo, Zuleitung) steckt in der Vorimpedanz Zv. Ohne gemessenes Zv ist keine belastbare Aussage möglich. Wie du damit rechnest, zeigt der Rechner zur Abschaltbedingung; den Nachweis liefert die Messung durch die Elektrofachkraft.
🎓 Lernmodus
- Noch keine Eingaben
Der Rechenweg erscheint, sobald alle Pflichtfelder gefüllt sind.
- Kupferleiter mit PVC-Isolierung (70 °C), Verlegearten A1 bis E — kein Aluminium, kein VPE, keine Erdverlegung
- Schutzleiter wird gleich groß wie der Außenleiter angenommen
- Spannungsfall rein ohmsch bei 20 °C; der zulässige Prozentwert ist ein editierbarer Planungsstartwert, keine universelle Normgrenze
- Abschaltbedingung wird NUR mit angegebener Vorimpedanz bewertet — ohne sie lautet der Status „nicht bewertet“
- Abschaltbedingung wie im Rechner „Abschaltbedingung“: Vorimpedanz + Schleifenwiderstand der Leitung ≤ c · U0 / Ia mit c = 0,95, Leiter betriebswarm (Faktor 1,24); zusätzlich wird der messtaugliche Querschnitt genannt (kalter Messwert ≤ 2/3 · U0 / Ia)
- Ergebnis ist eine Planungsorientierung; der Nachweis erfolgt durch Messung und fachliche Bewertung
- Nur ein Kriterium rechnen und die anderen beiden vergessen — der ungünstigste Wert bestimmt den Querschnitt
- Den Betriebsstrom statt des Nennstroms der Schutzeinrichtung für die Belastbarkeit ansetzen (IB ≤ In ≤ Iz)
- Die Abschaltbedingung ohne bekannte Vorimpedanz für erfüllt halten
Mit „Neue Übung“ bekommst du eine Zufallsaufgabe mit nachprüfbarer Lösung.
Mehr davon: der Prüfungstrainer mit Aufgaben aus allen Themen, und Arbeitsblätter zum Ausdrucken.
Annahmen & Gültigkeitsbereich
- Kupferleiter mit PVC-Isolierung (70 °C), Verlegearten A1 bis E — kein Aluminium, kein VPE, keine Erdverlegung
- Schutzleiter wird gleich groß wie der Außenleiter angenommen
- Spannungsfall rein ohmsch bei 20 °C; der zulässige Prozentwert ist ein editierbarer Planungsstartwert, keine universelle Normgrenze
- Abschaltbedingung wird NUR mit angegebener Vorimpedanz bewertet — ohne sie lautet der Status „nicht bewertet“
- Abschaltbedingung wie im Rechner „Abschaltbedingung“: Vorimpedanz + Schleifenwiderstand der Leitung ≤ c · U0 / Ia mit c = 0,95, Leiter betriebswarm (Faktor 1,24); zusätzlich wird der messtaugliche Querschnitt genannt (kalter Messwert ≤ 2/3 · U0 / Ia)
- Ergebnis ist eine Planungsorientierung; der Nachweis erfolgt durch Messung und fachliche Bewertung
Normstand: DIN VDE 0298-4 (Werte nach Ausgabe 2013-06, gültig ist 2023-06) · DIN VDE 0100-410:2018-10 · DIN VDE 0100-430:2010-10 · DIN VDE 0100-520:2023-06 — Ausgaben und Quellenstatus im Norm- und Quellenregister.
Status: Rechnerische Orientierung — das Ergebnis bewertet nur das genannte rechnerische Einzelkriterium und ersetzt weder Messung noch Planung durch eine Elektrofachkraft.
Diesen Rechner auf der eigenen Seite einbinden
Für Schulen, Ausbildungsbetriebe und Fachseiten: Der Rechner läuft dann direkt auf deiner Seite — kostenlos, werbefrei, ohne Tracking. Code kopieren, an der gewünschten Stelle einfügen, fertig.
<iframe src="https://erechner.alberssystems.de/leitungsassistent/einbetten.html" title="Leitungsassistent – Elektro-Toolbox" loading="lazy" style="width:100%;max-width:560px;height:780px;border:1px solid #d7dbe3;border-radius:12px"> </iframe> <p style="font-size:13px">Leitungsassistent – kostenloser Rechner der <a href="https://erechner.alberssystems.de/leitungsassistent/">Elektro-Toolbox</a></p>
Die Höhe passt du bei Bedarf im Code an (height:780px).
Einzige Bitte: den Textlink unter dem Rahmen stehen lassen — er ist die Gegenleistung.