Dieser Rechner liefert genau EIN Kriterium: den Mindestquerschnitt, damit der Spannungsfall in der Grenze bleibt — aufgerundet auf die nächste Normgröße. Strombelastbarkeit und Abschaltbedingung sind getrennt zu prüfen.
Die Querschnittsformel ist der nach A umgestellte Spannungsfall:
Das Ergebnis ist ein rechnerischer Mindestwert. Aufgerundet wird immer auf den nächsten genormten Querschnitt: 1,5 / 2,5 / 4 / 6 / 10 / 16 / 25 / 35 / 50 / 70 / 95 / 120 / 150 / 185 / 240 mm².
Für alle drei gibt es in dieser Toolbox einen eigenen Rechner.
Mindestquerschnitte nach VDE 0100-520: 1,5 mm² für fest verlegte Beleuchtungs- und Steckdosenstromkreise in Kupfer, 16 mm² bei Aluminium.
Du sollst einen Schraubenkompressor am anderen Ende der Halle anschließen: Drehstrom 400 V, Nennstrom 25 A, cos φ 0,8, Leitungslänge einfach gemessen 60 m. Der Spannungsfall soll maximal 3 % betragen — das sind 12 V.
Mit 4 mm² Kupfer liegst du tatsächlich bei rund 2,3 % (etwa 9,3 V) — der Spannungsfall ist damit erledigt. Bleibt der Gegencheck, ob 4 mm² bei deiner Verlegeart auch 25 A dauerhaft trägt, sonst rückt 6 mm² nach.
Als Richtwert 1,5 mm² Kupfer, bei ungünstiger Verlegeart oder Häufung 2,5 mm². Entscheidend ist die Strombelastbarkeit: Steckt die Leitung in der Wärmedämmung oder im vollen Kabelkanal, trägt 1,5 mm² nach VDE 0298-4 keine 16 A mehr. Prüf das mit dem Rechner zur Strombelastbarkeit nach Verlegeart, bevor du dich auf den Richtwert verlässt.
Meist 2,5 mm² Kupfer — bei 20 m ist der Spannungsfall mit knapp 1 % unkritisch, denn 11 kW an 400 V sind nur rund 16 A je Phase. Weil eine Wallbox aber stundenlang Volllast zieht, planen viele gleich 4 mm² ein. Thermisch entscheidet auch hier die Verlegeart, nicht die Länge.
Auf kurzen Strecken ja, auf Länge wird es eng: Bei 16 A, 230 V und 3 % Spannungsfall ist mit 1,5 mm² nach rund 18 m einfacher Länge Schluss — rechne deine Strecke mit dem Rechner für den Spannungsfall nach. Ob die Sicherung am Leitungsende im Fehlerfall schnell genug abschaltet, klärt am Ende nur die Schleifenimpedanz-Messung durch eine Elektrofachkraft.
Als Merkhilfe unter Kollegen taugen die Paarungen in der Tabelle — eine Auslegung ersetzen sie nicht. Ob die Zuordnung hält, entscheidet die Verlegeart nach VDE 0298-4: Dieselbe Leitung trägt gebündelt im Kanal deutlich weniger als einzeln an der Wand. Auf langen Strecken kommt der Spannungsfall als zweite Grenze dazu.
| Absicherung | Üblicher Querschnitt (Kupfer) |
|---|---|
| 16 A | 1,5–2,5 mm² |
| 20 A | 2,5 mm² |
| 32 A | 6 mm² (4 mm² nur bei günstiger Verlegeart) |
| 63 A | 16 mm² |
Der Rechenweg erscheint, sobald alle Pflichtfelder gefüllt sind.
Mit „Neue Übung" bekommst du eine Zufallsaufgabe mit nachprüfbarer Lösung.
Normstand: VDE 0100-520 (Ausgabe zu verifizieren) — Ausgaben und Quellenstatus im Norm- und Quellenregister.
Status: Rechnerische Orientierung — das Ergebnis bewertet nur das genannte rechnerische Einzelkriterium und ersetzt weder Messung noch Planung durch eine Elektrofachkraft.