Elektro-Toolbox
IEC 60062
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Elektro-Toolbox — Widerstands-Farbcode
Berechnet am · Richtwert, kein prüffähiger Nachweis · https://erechner.alberssystems.de/farbcode/

Widerstands-Farbcode entschlüsseln

Ringfarben wählen und Wert, Toleranz und Temperaturkoeffizient ablesen — für 4, 5 und 6 Ringe. Oder rückwärts: Widerstandswert eingeben und die passenden Ringe erhalten. Alle Farben stehen zusätzlich als Text.

🎨 Farben → Wert
Widerstandswert
Ringfarben wählen
Rückwärts: Wert → Farben
Leserichtung, Reihen und Stolperfallen
Wert = Ziffern · Multiplikator  (4 Ringe: 2 Ziffern · 5/6 Ringe: 3 Ziffern)

Leserichtung: Der Toleranzring sitzt mit etwas größerem Abstand am Ende — von der anderen Seite beginnen. Gold und Silber kommen nie als erste Ringe vor; steht eine dieser Farben außen, liest du gerade verkehrt herum.

4 Ringe (Kohleschicht, meist ±5 %): zwei Ziffern + Multiplikator + Toleranz. 5 Ringe (Metallschicht, ±1 % und besser): drei Ziffern. 6 Ringe: zusätzlich der Temperaturkoeffizient in ppm/K.

Rückwärts liefert der Rechner nur exakt darstellbare Werte — krumme Werte wie 4,8 kΩ gibt es nicht als Normfarben, üblich sind die E-Reihen (E12: 1,0 · 1,2 · 1,5 · 1,8 · 2,2 · 2,7 · 3,3 · 3,9 · 4,7 · 5,6 · 6,8 · 8,2).

Im Schaltschrank begegnet dir der Farbcode an Vorwiderständen, Entladewiderständen, RC-Gliedern und den Widerständen in Messumformern — im Zweifel nachmessen statt raten, ausgebaute Widerstände können driften.

Beispiel aus der Praxis

Am Schaltschrank vom Kompressor bleibt die Meldeleuchte „Betrieb“ dunkel, obwohl die 24 V Steuerspannung anliegen. Verdächtig ist der Vorwiderstand auf der kleinen Platine hinter der Leuchte: kein Aufdruck, nur vier Farbringe — braun, schwarz, orange, gold. Bevor du auf Verdacht tauschst, willst du den Sollwert wissen.

braun = 1, schwarz = 0 → 10; Multiplikator orange = 10³ → 10 · 1.000 Ω = 10.000 Ω = 10 kΩ; Toleranz gold = ±5 % → 9.500 bis 10.500 Ω

Der Sollwert liegt also bei 10 kΩ, alles zwischen 9,5 und 10,5 kΩ ist in Ordnung — misst der ausgelötete Widerstand deutlich daneben oder gar nichts, kommt ein 10-kΩ-Ersatz aus der Sortimentsbox rein. Welcher Strom dann durch Widerstand und Leuchte fließt, rechnest du vorab mit dem Ohm-Rechner (U·I·R·P) nach.

In welche Richtung liest man den Widerstands-Farbcode?

Von der Seite, auf der die Ringe enger zusammenstehen — der Toleranzring sitzt mit größerem Abstand am anderen Ende und wird zuletzt gelesen. Gold und Silber tauchen nie als erster Ring auf; beginnt der Code damit, hältst du den Widerstand falsch herum. Im Zweifel tippst du beide Richtungen oben ein — meist ergibt nur eine einen E-Reihen-Wert wie 4,7 k oder 22 k.

Was bedeutet gelb-violett-rot-gold auf einem Widerstand?

Gelb-violett-rot-gold steht für 4,7 kΩ mit ±5 % Toleranz: Gelb ist die 4, Violett die 7, Rot der Multiplikator 10² — also 47 · 100 = 4.700 Ω. Der Goldring erlaubt 4.465 bis 4.935 Ω. Der Wert ist ein E12-Klassiker und sitzt als Pull-up- oder Vorwiderstand auf vielen Steuerplatinen; zwischen Ω, kΩ und MΩ wechselst du im Rechner SI-Einheiten & Vorsätze.

Wie liest man einen Widerstand mit 5 Ringen?

Drei Ziffernringe, dann Multiplikator und Toleranz — die Farbwerte sind dieselben wie beim 4-Ring-Code (IEC 60062). Fünf Ringe trägt typischerweise der Metallschichtwiderstand mit ±1 % oder enger. Beispiel: braun-schwarz-schwarz-rot-braun ergibt 100 · 10² = 10 kΩ ±1 %. Klassischer Lesefehler: nur zwei Ziffern nehmen und Ring 3 als Multiplikator deuten — dann werden aus 10 kΩ ganze 10 Ω.

Warum stimmt der gemessene Widerstand nicht mit dem Farbcode überein?

Meist ist es die Toleranz oder die Schaltung drumherum. Ein 10-kΩ-Widerstand mit Goldring darf zwischen 9,5 und 10,5 kΩ liegen — das ist kein Defekt. Im eingebauten Zustand verfälschen parallel liegende Bauteile die Messung zusätzlich: also nur spannungsfrei messen, Kondensatoren vorher entladen und den Widerstand mindestens einseitig auslöten. Erst dann sagt der Messwert wirklich etwas über das Bauteil.

Geprüft aus der Praxis: erstellt von Felix, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Betriebselektriker in der Industrie. Die Rechenwege folgen den genannten Normen; Richtwerte ersetzen keine Messung und keine Planung durch eine Elektrofachkraft.
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