Ringfarben wählen und Wert, Toleranz und Temperaturkoeffizient ablesen — für 4, 5 und 6 Ringe. Oder rückwärts: Widerstandswert eingeben und die passenden Ringe erhalten. Alle Farben stehen zusätzlich als Text.
Leserichtung: Der Toleranzring sitzt mit etwas größerem Abstand am Ende — von der anderen Seite beginnen. Gold und Silber kommen nie als erste Ringe vor; steht eine dieser Farben außen, liest du gerade verkehrt herum.
4 Ringe (Kohleschicht, meist ±5 %): zwei Ziffern + Multiplikator + Toleranz. 5 Ringe (Metallschicht, ±1 % und besser): drei Ziffern. 6 Ringe: zusätzlich der Temperaturkoeffizient in ppm/K.
Rückwärts liefert der Rechner nur exakt darstellbare Werte — krumme Werte wie 4,8 kΩ gibt es nicht als Normfarben, üblich sind die E-Reihen (E12: 1,0 · 1,2 · 1,5 · 1,8 · 2,2 · 2,7 · 3,3 · 3,9 · 4,7 · 5,6 · 6,8 · 8,2).
Im Schaltschrank begegnet dir der Farbcode an Vorwiderständen, Entladewiderständen, RC-Gliedern und den Widerständen in Messumformern — im Zweifel nachmessen statt raten, ausgebaute Widerstände können driften.
Am Schaltschrank vom Kompressor bleibt die Meldeleuchte „Betrieb“ dunkel, obwohl die 24 V Steuerspannung anliegen. Verdächtig ist der Vorwiderstand auf der kleinen Platine hinter der Leuchte: kein Aufdruck, nur vier Farbringe — braun, schwarz, orange, gold. Bevor du auf Verdacht tauschst, willst du den Sollwert wissen.
Der Sollwert liegt also bei 10 kΩ, alles zwischen 9,5 und 10,5 kΩ ist in Ordnung — misst der ausgelötete Widerstand deutlich daneben oder gar nichts, kommt ein 10-kΩ-Ersatz aus der Sortimentsbox rein. Welcher Strom dann durch Widerstand und Leuchte fließt, rechnest du vorab mit dem Ohm-Rechner (U·I·R·P) nach.
Von der Seite, auf der die Ringe enger zusammenstehen — der Toleranzring sitzt mit größerem Abstand am anderen Ende und wird zuletzt gelesen. Gold und Silber tauchen nie als erster Ring auf; beginnt der Code damit, hältst du den Widerstand falsch herum. Im Zweifel tippst du beide Richtungen oben ein — meist ergibt nur eine einen E-Reihen-Wert wie 4,7 k oder 22 k.
Gelb-violett-rot-gold steht für 4,7 kΩ mit ±5 % Toleranz: Gelb ist die 4, Violett die 7, Rot der Multiplikator 10² — also 47 · 100 = 4.700 Ω. Der Goldring erlaubt 4.465 bis 4.935 Ω. Der Wert ist ein E12-Klassiker und sitzt als Pull-up- oder Vorwiderstand auf vielen Steuerplatinen; zwischen Ω, kΩ und MΩ wechselst du im Rechner SI-Einheiten & Vorsätze.
Drei Ziffernringe, dann Multiplikator und Toleranz — die Farbwerte sind dieselben wie beim 4-Ring-Code (IEC 60062). Fünf Ringe trägt typischerweise der Metallschichtwiderstand mit ±1 % oder enger. Beispiel: braun-schwarz-schwarz-rot-braun ergibt 100 · 10² = 10 kΩ ±1 %. Klassischer Lesefehler: nur zwei Ziffern nehmen und Ring 3 als Multiplikator deuten — dann werden aus 10 kΩ ganze 10 Ω.
Meist ist es die Toleranz oder die Schaltung drumherum. Ein 10-kΩ-Widerstand mit Goldring darf zwischen 9,5 und 10,5 kΩ liegen — das ist kein Defekt. Im eingebauten Zustand verfälschen parallel liegende Bauteile die Messung zusätzlich: also nur spannungsfrei messen, Kondensatoren vorher entladen und den Widerstand mindestens einseitig auslöten. Erst dann sagt der Messwert wirklich etwas über das Bauteil.
Der Rechenweg erscheint, sobald alle Pflichtfelder gefüllt sind.
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