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Elektro-Toolbox
von Felix Albers, Betriebselektriker
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Elektro-Toolbox — 4–20 mA
Berechnet am · Richtwert, kein prüffähiger Nachweis · https://erechner.alberssystems.de/4-20-ma/
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4–20 mA in den Messwert umrechnen

Das 4–20-mA-Signal ist ein analoges Einheitssignal: Der Messbereich eines Gebers wird auf einen Strom zwischen 4 mA (Anfang) und 20 mA (Ende) abgebildet.

Messwert = Anfang + (I − 4 mA) / 16 mA · (Ende − Anfang) — 12 mA ist also immer die Mitte des Messbereichs. Der Rechner bestimmt aus dem gemessenen Strom Druck, Temperatur oder Füllstand und umgekehrt, dazu den Rohwert einer SIMATIC S7 und die Einordnung nach NAMUR NE 43.

NAMUR NE 43 · lineare Skalierung
Steht auf dem Typenschild des Gebers oder in der Parametrierung des Eingangs.
Wert beim kleinsten Signal
Wert beim größten Signal
Nur für die Anzeige — bar, °C, %, m³/h …
Ω
Nur bei Stromsignal; zeigt die Spannung am Widerstand
Ein Feld ausfüllen — das andere wird berechnet.
Umrechnung
–
Messbereich und einen der beiden Werte eingeben
▤ 4–20 mA in Prozent und SPS-Rohwert
SignalAnteilRohwert S7bei 0–16 barbei 0–100 °C
4,0 mA0 %00 bar0 °C
6,0 mA12,5 %34562 bar12,5 °C
8,0 mA25 %69124 bar25 °C
10,0 mA37,5 %103686 bar37,5 °C
12,0 mA50 %138248 bar50 °C
14,0 mA62,5 %1728010 bar62,5 °C
16,0 mA75 %2073612 bar75 °C
18,0 mA87,5 %2419214 bar87,5 °C
20,0 mA100 %2764816 bar100 °C
Der Rohwert gilt für SIMATIC-Module, die auf den Messbereich 4–20 mA parametriert sind: 4 mA ergeben 0, 20 mA ergeben 27648. Steht das Modul dagegen auf 0–20 mA, liefern 4 mA bereits 5530.
⚠ Was das Signal außerhalb von 4–20 mA bedeutet
SignalBereich nach NE 43was dahintersteckt
≤ 3,6 mAAusfallinformationDrahtbruch, Geberfehler, Versorgung weg
3,6–3,8 mAUnterscheidungszoneweder Messwert noch Ausfallinformation
3,8–4,0 mAAussteuerbereichMessbereich unterschritten, Geber arbeitet
4,0–20,0 mAMessbereichder eigentliche Messwert
20,0–20,5 mAAussteuerbereichMessbereich überschritten, Geber arbeitet
20,5–21,0 mAUnterscheidungszoneweder Messwert noch Ausfallinformation
≥ 21,0 mAAusfallinformationKurzschluss im Signalkreis, Geberfehler
Nach NAMUR NE 43. Ob ein Geber sich daran hält, steht in seinem Datenblatt — ältere Messumformer kennen die Empfehlung nicht und fahren im Fehlerfall einfach auf 0 mA.
Warum 4 mA und nicht 0 — und wie groß die Bürde sein darf

Die lebende Null. Bei 0–20 mA sind ein abgerissener Draht und ein Messwert von null dasselbe Signal: nichts. Bei 4–20 mA fließen am unteren Ende noch 4 mA. Bleibt das Signal aus, ist das kein Messwert, sondern ein Fehler — und genau deshalb ist 4–20 mA im Maschinenbau die Regel. Der Preis dafür: Der Messbereich verteilt sich auf 16 mA, nicht auf 20. Wer beim Umrechnen durch 20 teilt, liegt fast überall auf der Kennlinie daneben.

Messwert = Anfang + (I − 4 mA) / 16 mA · (Ende − Anfang)

Zwei-, Drei- und Vierleiter. Beim Zweileitergeber läuft die Versorgung über dieselben zwei Adern wie das Signal — der Geber stellt seinen Stromverbrauch auf den Messwert ein. Vierleitergeber haben eine eigene Versorgung. Das ändert nichts an der Umrechnung, aber alles an der Verdrahtung und an der Frage, wie viel Spannung dem Geber übrig bleibt. Welche Aderfarben im Schaltschrank für Gleichspannungs-Steuerkreise üblich sind, steht unter Schaltschrank-Aderfarben.

Bürde. Ein Stromsignal wird am Eingang über einen Widerstand in eine Spannung verwandelt — das ist die Bürde. 250 Ω sind üblich, weil daraus genau 1–5 V werden. Beim Zweileitergeber gilt: Die Speisespannung muss die Bürde und die Mindestklemmenspannung des Gebers tragen. Bei 24 V Versorgung und einem Geber, der 12 V braucht, bleiben 12 V für die Bürde — gerechnet mit 22 mA also (24 V − 12 V) / 22 mA ≈ 545 Ω, weil der Geber einen Fehler nach NAMUR NE 43 mit 21 mA und mehr meldet und auch dieser Strom noch durch die Bürde muss. Darin steckt auch der Leitungswiderstand (ausrechnen mit dem Rechner Leitungswiderstand). Den genauen Wert nennt das Datenblatt des Gebers.

Bürdebei 4 mAbei 20 mA
100 Ω0,4 V2,0 V
250 Ω1,0 V5,0 V
500 Ω2,0 V10,0 V
Fragen aus der Praxis

Beispiel aus der Praxis

An einer Presse meldet die Steuerung einen zu niedrigen Hydraulikdruck. Auf dem Drucksensor steht 0–16 bar, 4–20 mA. Das Multimeter in Reihe zur Signalleitung zeigt 12,4 mA. Welcher Druck ist das wirklich?

p = 0 bar + (12,4 mA − 4 mA) / 16 mA · (16 bar − 0 bar) = 8,4 bar

Der Geber meldet also 8,4 bar, das sind 52,5 % des Messbereichs. Eine SIMATIC S7 mit dem Messbereich 4–20 mA macht daraus den Rohwert 14515. Zeigt die Visualisierung etwas anderes an, liegt der Fehler nicht am Sensor, sondern in der Skalierung im Programm.

Liegt am Eingang eine Bürde von 250 Ω, fallen dort 3,1 V ab — bei Vollausschlag wären es 5 V. Misst man statt 12,4 mA nur 3,2 mA, ist das kein kleiner Druck, sondern die Ausfallinformation nach NE 43: Leitung, Klemme oder Geber prüfen.

Wie rechne ich 4–20 mA in einen Messwert um?

Vom gemessenen Strom 4 mA abziehen, durch 16 mA teilen, mit der Spanne des Messbereichs multiplizieren und den Anfangswert addieren. Bei einem Geber 0–16 bar entspricht 1 mA also genau 1 bar, bei 0–100 °C sind es 6,25 °C je mA. Merkwerte für jeden Bereich: 12 mA ist die Mitte, 8 mA ein Viertel, 16 mA drei Viertel.

Wie viel bar sind 12 mA bei einem Drucksensor 0–10 bar?

5 bar. Mit der Formel von oben: 0 bar + (12 mA − 4 mA) / 16 mA · (10 bar − 0 bar) = 8 / 16 · 10 bar = 5 bar. Bei 0–10 bar entspricht 1 mA also 0,625 bar; 8 mA sind 2,5 bar, 16 mA sind 7,5 bar, 20 mA das Messbereichsende von 10 bar. Umgekehrt gehören zu 5 bar genau 12 mA. Eine S7 mit dem Messbereich 4–20 mA liefert dafür den Rohwert 13824 — derselbe wie bei jedem anderen Geber, denn der Rohwert hängt nur vom Signal ab, nicht vom Messbereich des Sensors.

Was bedeutet ein Signal von 3,5 mA?

Das ist kein Messwert, sondern eine Ausfallinformation. Nach NAMUR NE 43 gilt alles ab 3,6 mA abwärts als Störung — typischerweise Drahtbruch, eine lose Klemme, ein defekter Geber oder eine fehlende Versorgung. Das Gegenstück oben ist 21,0 mA und darüber, meist ein Kurzschluss im Signalkreis. Zwischen 3,6 und 3,8 mA sowie zwischen 20,5 und 21,0 mA liegt jeweils eine Unterscheidungszone: Dort ist das Signal weder ein gültiger Messwert noch eine eindeutige Störungsmeldung.

Warum fängt das Signal bei 4 mA an und nicht bei 0?

Wegen der lebenden Null: Bei 0–20 mA kann man einen Messwert von null nicht von einem abgerissenen Draht unterscheiden — beide Male fließt nichts. Bei 4–20 mA fließt am unteren Ende des Messbereichs noch Strom, ein Ausfall ist also sofort erkennbar. Zusätzlich kann ein Zweileitergeber die 4 mA als eigene Stromversorgung nutzen. Der Nachteil: Die Rechnung läuft über 16 mA Spanne, nicht über 20.

Welchen Rohwert zeigt eine S7 bei 12 mA?

13824, wenn das Modul auf den Messbereich 4–20 mA parametriert ist — 12 mA sind die Hälfte, und der Nennbereich endet bei 27648. Steht das Modul auf 0–20 mA, sind 12 mA 60 % und der Rohwert 16589. Das ist die häufigste Ursache für eine Anzeige, die unten zu viel zeigt: Der Geber liefert 4–20 mA, das Modul rechnet aber mit 0–20 mA. Dann stehen bei 4 mA schon 20 % statt 0 % und bei 12 mA 60 % statt 50 % an, bei 20 mA stimmt es wieder — der Fehler wird zum Messende hin kleiner. Oberhalb von 27648 beginnt der Übersteuerungsbereich, ab 32512 meldet das Modul Überlauf.

Wie groß darf der Bürdenwiderstand sein?

So groß, dass dem Geber noch genug Spannung bleibt. Bei einem Zweileitergeber teilen sich Geber, Bürde und Leitung die Speisespannung. Aus 24 V und einer Mindestklemmenspannung von 12 V folgt: 12 V bleiben für die Bürde, gerechnet mit 22 mA also (24 V − 12 V) / 22 mA ≈ 545 Ω inklusive Leitungswiderstand — mit 22 statt 20 mA, weil der Geber Fehler nach NAMUR NE 43 mit 21 mA und mehr meldet und auch dieser Strom durch die Bürde muss. Üblich sind 250 Ω, weil daraus die Normspannung 1–5 V entsteht. Zu große Bürde zeigt sich typisch als Signal, das oben abknickt: Kleine Messwerte stimmen, große bleiben hängen.

Frequenzumrichter in 3D zerlegt → Gleichrichter, Zwischenkreis und Wechselrichter: So regelt ein FU die Drehzahl. Induktiver Näherungsschalter in 3D zerlegt → Spule, Oszillator und Schaltabstand: So erkennt ein Sensor Metall ohne Berührung.
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Geprüft aus der Praxis: erstellt von Felix Albers, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Betriebselektriker in der Industrie. Die Rechenwege folgen den genannten Normen; Richtwerte ersetzen keine Messung und keine Planung durch eine Elektrofachkraft. Stand: · Quellen & Normstand