4–20 mA in den Messwert umrechnen

NAMUR NE 43 · lineare Skalierung

Steht auf dem Typenschild des Gebers oder in der Parametrierung des Eingangs.
Wert beim kleinsten Signal
Wert beim größten Signal
Nur für die Anzeige — bar, °C, %, m³/h …
Ω
Nur bei Stromsignal; zeigt die Spannung am Widerstand
Ein Feld ausfüllen — das andere wird berechnet.
Umrechnung
–
Messbereich und einen der beiden Werte eingeben
▤ 4–20 mA in Prozent und SPS-Rohwert
SignalAnteilRohwert S7bei 0–16 barbei 0–100 °C
4,0 mA0 %00 bar0 °C
6,0 mA12,5 %34562 bar12,5 °C
8,0 mA25 %69124 bar25 °C
10,0 mA37,5 %103686 bar37,5 °C
12,0 mA50 %138248 bar50 °C
14,0 mA62,5 %1728010 bar62,5 °C
16,0 mA75 %2073612 bar75 °C
18,0 mA87,5 %2419214 bar87,5 °C
20,0 mA100 %2764816 bar100 °C
Der Rohwert gilt für SIMATIC-Module, die auf den Messbereich 4–20 mA parametriert sind: 4 mA ergeben 0, 20 mA ergeben 27648. Steht das Modul dagegen auf 0–20 mA, liefern 4 mA bereits 5530.
⚠ Was das Signal außerhalb von 4–20 mA bedeutet
SignalBereich nach NE 43was dahintersteckt
≤ 3,6 mAAusfallinformationDrahtbruch, Geberfehler, Versorgung weg
3,6–3,8 mAUnterscheidungszoneweder Messwert noch Ausfallinformation
3,8–4,0 mAAussteuerbereichMessbereich unterschritten, Geber arbeitet
4,0–20,0 mAMessbereichder eigentliche Messwert
20,0–20,5 mAAussteuerbereichMessbereich überschritten, Geber arbeitet
20,5–21,0 mAUnterscheidungszoneweder Messwert noch Ausfallinformation
≥ 21,0 mAAusfallinformationKurzschluss im Signalkreis, Geberfehler
Nach NAMUR NE 43. Ob ein Geber sich daran hält, steht in seinem Datenblatt — ältere Messumformer kennen die Empfehlung nicht und fahren im Fehlerfall einfach auf 0 mA.
Warum 4 mA und nicht 0 — und wie groß die Bürde sein darf

Die lebende Null. Bei 0–20 mA sind ein abgerissener Draht und ein Messwert von null dasselbe Signal: nichts. Bei 4–20 mA fließen am unteren Ende noch 4 mA. Bleibt das Signal aus, ist das kein Messwert, sondern ein Fehler — und genau deshalb ist 4–20 mA im Maschinenbau die Regel. Der Preis dafür: Der Messbereich verteilt sich auf 16 mA, nicht auf 20. Wer beim Umrechnen durch 20 teilt, liegt fast überall auf der Kennlinie daneben.

Messwert = Anfang + (I − 4 mA) / 16 mA · (Ende − Anfang)

Zwei-, Drei- und Vierleiter. Beim Zweileitergeber läuft die Versorgung über dieselben zwei Adern wie das Signal — der Geber stellt seinen Stromverbrauch auf den Messwert ein. Vierleitergeber haben eine eigene Versorgung. Das ändert nichts an der Umrechnung, aber alles an der Verdrahtung und an der Frage, wie viel Spannung dem Geber übrig bleibt. Welche Aderfarben im Schaltschrank für Gleichspannungs-Steuerkreise üblich sind, steht unter Schaltschrank-Aderfarben.

Bürde. Ein Stromsignal wird am Eingang über einen Widerstand in eine Spannung verwandelt — das ist die Bürde. 250 Ω sind üblich, weil daraus genau 1–5 V werden. Beim Zweileitergeber gilt: Die Speisespannung muss die Bürde und die Mindestklemmenspannung des Gebers tragen. Bei 24 V Versorgung und einem Geber, der 12 V braucht, bleiben 12 V für die Bürde — gerechnet mit 22 mA also (24 V − 12 V) / 22 mA ≈ 545 Ω, weil der Geber einen Fehler nach NAMUR NE 43 mit 21 mA und mehr meldet und auch dieser Strom noch durch die Bürde muss. Darin steckt auch der Leitungswiderstand (ausrechnen mit dem Rechner Leitungswiderstand). Den genauen Wert nennt das Datenblatt des Gebers.

Bürdebei 4 mAbei 20 mA
100 Ω0,4 V2,0 V
250 Ω1,0 V5,0 V
500 Ω2,0 V10,0 V
4–20 mA umrechnen — Rechner der Elektro-Toolbox · Diesen Rechner auch einbinden
Richtwert. Ersetzt weder Messung noch Planung durch eine Elektrofachkraft.