Gemessene Schleifenimpedanz und RCD-Messwerte gegen die rechnerischen Grenzen halten — als ungeprüfte Orientierung mit zwei getrennten Bewertungsbereichen. Kein Prüf- oder Freigabenachweis.
Schleifenimpedanz: Der Vergleichswert kommt aus Zs·Ia ≤ U0 (VDE 0100-410) mit dem oberen Auslösewert der Charakteristik. Liegt die Messung nah an der Grenze, entscheidet die Messunsicherheit des Geräts — als Praxisregel wird oft eine Reserve von einem Drittel gefordert; das zeigt die Seite nur informativ an und bewertet es nicht automatisch.
RCD: Ein intakter RCD löst zwischen dem halben und dem vollen Bemessungsdifferenzstrom aus und (unverzögert) innerhalb von 300 ms bei IΔn. Die zugrunde liegenden Produktnormen EN 61008-1/61009-1 sind im Quellenregister mit Status „Ausgabe zu verifizieren" dokumentiert.
Nicht bewertet: Messverfahren und -unsicherheit, RCD-Typ (A/B/F — wichtig bei Frequenzumrichtern), Selektivität (Typ S hat andere Zeiten), Netzsystem, Berührungsspannung, Zustand der Anlage. Ein grünes Häkchen hier ist eine Rechenwert-Einordnung — mehr nicht.
Wartung am Unterverteiler der Montagehalle: Der Steckdosenkreis hängt an einem C16, und dein Installationstester zeigt an der letzten Dose Zs = 1,1 Ω. Bevor du den Wert ins Protokoll überträgst, willst du wissen, wie viel Luft bis zur Grenze bleibt.
Die rechnerische Einordnung lautet „innerhalb", aber mit rund 23 % Reserve bleibst du unter der Praxisregel von einem Drittel — und Schleifenimpedanz-Tester dürfen nach EN 61557-3 bis zu 30 % Betriebsmessabweichung haben. Ob der Wert so ins Protokoll kann, entscheidet die normgerechte Bewertung durch die Elektrofachkraft, nicht diese Seite.
2,875 Ω ist die rechnerische Grenze bei B16: Zs,max = 230 V / (5 × 16 A) = 230/80 = 2,875 Ω. Ziehst du als Praxisregel ein Drittel Reserve für die Messunsicherheit ab, bleiben rund 1,9 Ω als Zielwert. Weitere Kombinationen aus Charakteristik und Nennstrom rechnet dir der Rechner zur Abschaltbedingung durch.
Oberhalb von 15 mA und spätestens bei 30 mA — das Auslösefenster liegt zwischen IΔn/2 und IΔn. Löst der RCD schon unter 15 mA aus, steckt oft Vorbelastung durch Ableitströme im Stromkreis dahinter; löst er bis 30 mA gar nicht aus, liegt der Wert außerhalb des Fensters — dann heißt es Fehlersuche statt Weiterklicken.
300 ms bei IΔn ist die Zeitgrenze für unverzögerte RCDs — gängige Geräte liegen im Messprotokoll meist deutlich darunter. Die Grenze stammt aus den Produktnormen EN 61008-1/61009-1; deren Ausgabestand führt diese Seite bewusst mit dem Status „Ausgabe zu verifizieren". Für selektive RCDs (Typ S) gelten längere Zeiten — die 300 ms darfst du dort nicht anlegen.
Weil eine Rechengrenze nichts über deine Anlage weiß. Eine Prüfung nach VDE 0100-600 bzw. 0105-100 heißt Besichtigen, Erproben, Messen — mit Bewertung und Dokumentation durch die Elektrofachkraft. Diese Seite liefert eine ungeprüfte Orientierung als Plausibilitätscheck; ob deine gemessene Zs überhaupt zur Leitung passt, rechnest du ergänzend über den Leitungswiderstand gegen.
Der Rechenweg erscheint, sobald alle Pflichtfelder gefüllt sind.
Mit „Neue Übung" bekommst du eine Zufallsaufgabe mit nachprüfbarer Lösung.
Normstand: DIN VDE 0100-410:2018-10 (Zs·Ia ≤ U0) · DIN EN 60898-1 (Ia, Ausgabe zu verifizieren) · DIN EN 61008-1/61009-1 (RCD-Fenster und Zeitgrenze, Ausgabe zu verifizieren) — Ausgaben und Quellenstatus im Norm- und Quellenregister.
Status: Rechnerische Orientierung — das Ergebnis bewertet nur das genannte rechnerische Einzelkriterium und ersetzt weder Messung noch Planung durch eine Elektrofachkraft.