Elektro-Toolbox
VDE 0100-410 · EN 61008/61009
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Elektro-Toolbox — RCD & Schleifenimpedanz
Berechnet am · Richtwert, kein prüffähiger Nachweis · https://erechner.alberssystems.de/rcd-schleife/

RCD- und Schleifenimpedanz-Messwerte einordnenBeta

Gemessene Schleifenimpedanz und RCD-Messwerte gegen die rechnerischen Grenzen halten — als ungeprüfte Orientierung mit zwei getrennten Bewertungsbereichen. Kein Prüf- oder Freigabenachweis.

Ungeprüfte Orientierung – kein Prüf- oder Freigabenachweis. Diese Seite ordnet einzelne Messwerte rechnerisch ein. Messverfahren, Messunsicherheit, RCD-Typ, Selektivität, Netzsystem und Anlagenbedingungen bleiben unbewertet. Die normgerechte Prüfung und Bewertung gehört der Elektrofachkraft.
🌐 Bereich 1 · Schleifenimpedanz Zs
🔌 Bereich 2 · RCD-Messwerte (getrennt vom Zs-Bereich)
Unverzögerter RCD; für Typ S gilt diese Grenze nicht
Einordnung der Einzelwerte — Ungeprüfte Orientierung, kein Prüf- oder Freigabenachweis
Mindestens einen Messwert eingeben
Was hier bewertet wird — und was ausdrücklich nicht
Zs,max = U0 / Ia  ·  Auslösefenster: IΔn/2 < IΔ ≤ IΔn  ·  t ≤ 300 ms bei IΔn

Schleifenimpedanz: Der Vergleichswert kommt aus Zs·Ia ≤ U0 (VDE 0100-410) mit dem oberen Auslösewert der Charakteristik. Liegt die Messung nah an der Grenze, entscheidet die Messunsicherheit des Geräts — als Praxisregel wird oft eine Reserve von einem Drittel gefordert; das zeigt die Seite nur informativ an und bewertet es nicht automatisch.

RCD: Ein intakter RCD löst zwischen dem halben und dem vollen Bemessungsdifferenzstrom aus und (unverzögert) innerhalb von 300 ms bei IΔn. Die zugrunde liegenden Produktnormen EN 61008-1/61009-1 sind im Quellenregister mit Status „Ausgabe zu verifizieren" dokumentiert.

Nicht bewertet: Messverfahren und -unsicherheit, RCD-Typ (A/B/F — wichtig bei Frequenzumrichtern), Selektivität (Typ S hat andere Zeiten), Netzsystem, Berührungsspannung, Zustand der Anlage. Ein grünes Häkchen hier ist eine Rechenwert-Einordnung — mehr nicht.

Beispiel aus der Praxis

Wartung am Unterverteiler der Montagehalle: Der Steckdosenkreis hängt an einem C16, und dein Installationstester zeigt an der letzten Dose Zs = 1,1 Ω. Bevor du den Wert ins Protokoll überträgst, willst du wissen, wie viel Luft bis zur Grenze bleibt.

Zs,max = U0 / Ia = 230 V / (10 × 16 A) = 230 V / 160 A = 1,4375 Ω  ·  gemessen: 1,1 Ω  ·  Reserve: (1,4375 − 1,1) / 1,4375 ≈ 23 %

Die rechnerische Einordnung lautet „innerhalb", aber mit rund 23 % Reserve bleibst du unter der Praxisregel von einem Drittel — und Schleifenimpedanz-Tester dürfen nach EN 61557-3 bis zu 30 % Betriebsmessabweichung haben. Ob der Wert so ins Protokoll kann, entscheidet die normgerechte Bewertung durch die Elektrofachkraft, nicht diese Seite.

Welche Schleifenimpedanz ist bei B16 rechnerisch zulässig?

2,875 Ω ist die rechnerische Grenze bei B16: Zs,max = 230 V / (5 × 16 A) = 230/80 = 2,875 Ω. Ziehst du als Praxisregel ein Drittel Reserve für die Messunsicherheit ab, bleiben rund 1,9 Ω als Zielwert. Weitere Kombinationen aus Charakteristik und Nennstrom rechnet dir der Rechner zur Abschaltbedingung durch.

Bei welchem Strom muss ein 30-mA-RCD auslösen?

Oberhalb von 15 mA und spätestens bei 30 mA — das Auslösefenster liegt zwischen IΔn/2 und IΔn. Löst der RCD schon unter 15 mA aus, steckt oft Vorbelastung durch Ableitströme im Stromkreis dahinter; löst er bis 30 mA gar nicht aus, liegt der Wert außerhalb des Fensters — dann heißt es Fehlersuche statt Weiterklicken.

Wie schnell muss ein RCD auslösen?

300 ms bei IΔn ist die Zeitgrenze für unverzögerte RCDs — gängige Geräte liegen im Messprotokoll meist deutlich darunter. Die Grenze stammt aus den Produktnormen EN 61008-1/61009-1; deren Ausgabestand führt diese Seite bewusst mit dem Status „Ausgabe zu verifizieren". Für selektive RCDs (Typ S) gelten längere Zeiten — die 300 ms darfst du dort nicht anlegen.

Warum ersetzt der Rechner keine Prüfung nach VDE?

Weil eine Rechengrenze nichts über deine Anlage weiß. Eine Prüfung nach VDE 0100-600 bzw. 0105-100 heißt Besichtigen, Erproben, Messen — mit Bewertung und Dokumentation durch die Elektrofachkraft. Diese Seite liefert eine ungeprüfte Orientierung als Plausibilitätscheck; ob deine gemessene Zs überhaupt zur Leitung passt, rechnest du ergänzend über den Leitungswiderstand gegen.

Annahmen & Gültigkeitsbereich
  • Zs-Grenze rein rechnerisch aus U0/Ia mit dem oberen Auslösewert (B 5×, C 10×, D 20×)
  • RCD-Bewertung: Auslösefenster IΔn/2 bis IΔn und Zeitgrenze 300 ms (unverzögerter Typ bei IΔn) — Quellenstatus im Register, Ausgaben zu verifizieren
  • Messverfahren, Messunsicherheit, RCD-Typ (A/B/F), Selektivität (S), Netzsystem und Anlagenzustand werden NICHT bewertet
  • Einzelne grüne Kriterien sind rechnerische Einordnungen — niemals ein Prüf- oder Freigabenachweis

Normstand: DIN VDE 0100-410:2018-10 (Zs·Ia ≤ U0) · DIN EN 60898-1 (Ia, Ausgabe zu verifizieren) · DIN EN 61008-1/61009-1 (RCD-Fenster und Zeitgrenze, Ausgabe zu verifizieren) — Ausgaben und Quellenstatus im Norm- und Quellenregister.

Status: Rechnerische Orientierung — das Ergebnis bewertet nur das genannte rechnerische Einzelkriterium und ersetzt weder Messung noch Planung durch eine Elektrofachkraft.

Geprüft aus der Praxis: erstellt von Felix, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Betriebselektriker in der Industrie. Die Rechenwege folgen den genannten Normen; Richtwerte ersetzen keine Messung und keine Planung durch eine Elektrofachkraft.
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