Zum Inhalt
Elektro-Toolbox
von Felix Albers, Betriebselektriker
⚡ Offline-Modus — alle Rechner funktionieren weiter, gespeicherte Fassung.

Rolltor mit Lichtschranke: Plan

Das Rolltor mit Endschaltern, dazu eine Lichtschranke im Weg nach unten. Steht beim Zufahren etwas im Strahl, fällt das Schütz für Zu ab und das Tor hält an. Drück im Plan die Taster, unterbrich den Strahl und sieh, was das Tor macht.

Der Schaltplan braucht JavaScript. Die Erklärungen unten funktionieren auch ohne.

Schritt 1 von 9

Rolltor mit Lichtschranke

Links der Hauptstromkreis mit zwei Schützen und dem Tor, rechts der Steuerstromkreis. S1 fährt das Tor auf, S2 fährt es zu, S0 hält es an. Neu gegenüber dem Rolltor mit Endschaltern ist die Lichtschranke B3 im Pfad von Q2. Mit dem Knopf B3: Strahl unterbrechen stellst du etwas in den Strahl. Mit Weiter gehst du die Schaltung Schritt für Schritt durch.

Die Bauteile im Plan

  1. Lichtschranke B3

    Bei einer Lichtschranke sendet eine Lichtquelle einen Strahl zu einem Empfänger. Bewegt sich etwas dazwischen, unterbricht es den Strahl (Eaton Schaltungsbuch 10/23, S. 1-49). Im Plan steht nur der Ausgangskontakt des Empfängers, ein Öffner: geschlossen, solange der Strahl frei ist, offen, solange etwas im Strahl steht. Er liegt in Reihe im Pfad der Spule Q2, also nur in der Richtung Zu.

  2. Endschalter B1 (Tor offen) und B2 (Tor zu)

    Wie beim Rolltor mit Endschaltern: Beide sind Öffner und schalten das jeweilige Schütz ab, sobald das Tor in seiner Endlage ankommt. Die ASR A1.7 verlangt, dass kraftbetätigte Tore in ihren Endstellungen selbsttätig zum Stillstand kommen (Abschnitt 7 Abs. 2).

  3. Schütz Q1 (Auf) und Schütz Q2 (Zu)

    Q1 gibt L1, L2 und L3 gerade an den Motor, er läuft rechts und das Tor fährt auf. Hinter Q2 sind L1 und L3 getauscht, der Motor läuft links und das Tor fährt zu. Jedes Schütz hält sich über seinen Hilfskontakt 13-14 selbst und sperrt mit seinem Öffner 21-22 das andere.

  4. Taster S0, S1 und S2

    S0 ist der Halt-Taster, ein Öffner. S1 (Auf) und S2 (Zu) sind Doppeltaster mit einem Schließer und einem Öffner für die Tasterverriegelung, wie bei der Wendeschützschaltung.

  5. Sicherungen F1 und F3, Motorschutzrelais F2, Motor M1

    F1 schützt den Hauptstromkreis, F3 den Steuerstromkreis. F2 unterbricht bei Überlast mit seinem Öffner 95-96 den Steuerstromkreis.

Rolltor mit Endschaltern zum Ausprobieren →Auf, Zu, Halt: sehen, wie der Endschalter in der Endlage abschaltet. Induktiver Näherungsschalter in 3D zerlegt →Spule, Oszillator und Schaltabstand: So erkennt ein Sensor Metall ohne Berührung.

Weitere Schaltungen

Dahlanderschaltung zum Ausprobieren → Zwei Drehzahlen mit einer Wicklung: Dreieck für langsam, Doppelstern für schnell. Stern-Dreieck-Wendeschaltung zum Ausprobieren → Rechts oder links, erst Stern, dann Dreieck: vier Schütze und ein Zeitrelais. Stern-Dreieck-Schaltung zum Ausprobieren → Anlauf im Stern, Betrieb im Dreieck: die Umschaltung live im Plan. Wendeschützschaltung zum Ausprobieren → Rechts- und Linkslauf mit zwei Schützen: sehen, wie die Verriegelung wirkt. Selbsthaltung zum Ausprobieren → Schütz mit Ein- und Aus-Taster: sehen, wie der Haltekontakt die Spule versorgt.

Alle Schaltungen →

Warum hält das Tor nur an und fährt nicht wieder auf?

Der Plan zeigt nur das Prinzip: Die Lichtschranke unterbricht den Pfad der Spule Q2, Q2 fällt ab und hält sich nicht mehr. Was eine echte Torsteuerung nach dem Ansprechen tun muss, ergibt sich aus der Risikobeurteilung und den Vorgaben des Herstellers. Diese Lernschaltung hält einfach an.

Warum fährt das Tor nicht von selbst weiter, wenn der Strahl wieder frei ist?

Weil Q2 beim Abfallen auch seinen Haltekontakt 13-14 geöffnet hat. B3 schließt zwar wieder, der Pfad zur Spule ist am Haltekontakt aber noch offen. Erst ein neuer Druck auf S2 fährt das Tor weiter zu.

Warum liegt die Lichtschranke nur im Pfad von Zu?

Die ASR A1.7 nennt als Gefährdung an Türen und Toren besonders Quetsch-, Einzugs- und Scherstellen, zum Beispiel an den Schließkanten (Abschnitt 3.6). Die untere Kante des Rolltors kommt dem Boden nur beim Zufahren näher. Deshalb wirkt B3 im Plan nur auf Q2.

Welche Schutzeinrichtungen nennt die ASR A1.7 für Tore?

Gegen Quetschen an Schließkanten nennt sie trennende Schutzeinrichtungen wie Abdeckungen, druckempfindliche wie Schaltleisten oder Schaltmatten und berührungslos wirkende wie Lichtschranken oder Aktiv-Infrarot-Systeme (Abschnitt 3.13). Bei kraftbetätigten Toren muss eine wirksame Sicherung bis 2,50 m über dem Fußboden vorhanden sein, einzeln oder kombiniert, zum Beispiel über Sicherheitsabstände, Kraftbegrenzung oder schaltende Schutzeinrichtungen (Abschnitt 6 Abs. 1).

Reicht ein einfacher Öffner wie im Plan für ein echtes Tor?

Nein. Ein Druck auf S1 oder S2 reicht hier für die ganze Fahrt. Die ASR A1.7 nennt das Steuerung mit Selbsthaltung oder Impulssteuerung (Abschnitt 3.14). Dafür verlangt die Regel, dass ein Fehler in der Schutzeinrichtung die Schutzwirkung nicht aufhebt (Einfehlersicherheit) oder spätestens in einer Endlage selbsttätig erkannt wird (Testung, Abschnitt 8.2 Abs. 2). Ein einzelner Öffner kann das nicht: Klebt er, merkt die Schaltung es nicht.

Warum ist der Ausgang der Lichtschranke ein Öffner?

Aus demselben Grund wie bei den Endschaltern: Reißt eine Ader zu B3 ab, ist der Pfad von Q2 offen, und das Tor fährt nicht zu. Mit einem Schließer würde eine abgerissene Ader nicht auffallen.

Was ist der Unterschied zwischen Lichtschranke und Reflexlichttaster?

Bei der Lichtschranke sitzen Lichtquelle und Empfänger getrennt, ein Objekt dazwischen unterbricht den Strahl. Beim Reflexlichttaster sind beide in einem Gerät, und das Objekt selbst wirft das Licht zurück (Eaton Schaltungsbuch 10/23, S. 1-49).

Wer prüft ein kraftbetätigtes Tor?

Nach der ASR A1.7 wird es vor der ersten Inbetriebnahme, nach wesentlichen Änderungen und wiederkehrend geprüft. Die wiederkehrende Prüfung soll mindestens einmal jährlich erfolgen. Prüfen dürfen Sachkundige, die die Schutzeinrichtungen beurteilen und mit geeigneter Messtechnik überprüfen können. Die Ergebnisse werden aufgezeichnet (Abschnitt 10.2).

Zum Plan: Er zeigt die Schaltung als vereinfachten Stromlaufplan in aufgelöster Darstellung, angelehnt an die Ausbildung. Es ist eine Lernschaltung, keine Torsteuerung nach ASR A1.7. Von der Lichtschranke ist nur der Ausgangskontakt gezeichnet, Sender, Empfänger und ihre Versorgung fehlen. Ihr Zeichen ist vereinfacht, denn die Schaltzeichenliste im Eaton Schaltungsbuch (Ausgabe 10/23, Kap. 9) enthält keine Lichtschranke. Angelehnt ist es an den Druckwächter (S. 9-30), der Kennbuchstabe B steht für Signalerzeugung (S. 10-3). Fachliche Angaben zu Toren nach der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A1.7 „Türen und Tore“ (BAuA, Ausgabe November 2009, zuletzt geändert GMBl 2022, S. 244). Der Schutzleiter zum Motor ist weggelassen. Die Steuerspannung ist hier 230 V zwischen L1 und N. Arbeiten an der Steuerung nur durch Elektrofachkräfte, vorher nach den fünf Sicherheitsregeln freischalten. Ein Plan ersetzt keine Planung und keine Risikobeurteilung der Anlage.

Diese Schaltung auf der eigenen Seite einbinden

Für Lernplattformen wie Moodle, Schul- und Ausbildungsseiten: Diese Schaltung läuft dann direkt auf deiner Seite, kostenlos, werbefrei, ohne Tracking.

<iframe src="https://erechner.alberssystems.de/rolltor-lichtschranke/einbetten.html"
        title="Rolltor mit Lichtschranke: Plan – Elektro-Toolbox" loading="lazy" allow="fullscreen"
        style="width:100%;max-width:760px;height:760px;border:1px solid #d7dbe3;border-radius:12px">
</iframe>
<p style="font-size:13px">Rolltor mit Lichtschranke: Plan – kostenlos in der <a href="https://erechner.alberssystems.de/rolltor-lichtschranke/">Elektro-Toolbox</a></p>
Vorschau ansehen

Einzige Bitte: den Textlink unter dem Rahmen stehen lassen.