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Elektro-Toolbox
von Felix Albers, Betriebselektriker
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Schaltzeichen und Kennbuchstaben

Ein Stromlaufplan besteht aus wenigen Zeichen, die immer wiederkehren. Hier stehen die Schaltzeichen aus unseren Plänen, dazu die Kennbuchstaben und die Klemmenbezeichnungen. Tippe ein Zeichen an und sieh seine zweite Stellung.

So sind Pläne gezeichnet: Ein Plan auf Papier zeigt alle Kontakte in Ruhestellung, also ohne Spannung und unbetätigt. Der Strom läuft meist von oben nach unten.

Spule und Kontakte eines Geräts sind oft an verschiedenen Stellen gezeichnet. Sie tragen dann dieselbe Bezeichnung, zum Beispiel Q1. Das nennt man aufgelöste Darstellung.

Kontakte

Wie ein Kontakt betätigt wird

Die gestrichelte Linie links am Kontakt führt zu dem, was ihn bewegt. Ein Kontakt ohne diese Linie gehört zu einer Spule mit derselben Bezeichnung.

Verbraucher und Antriebe

Schutz und Hauptstromkreis

Leitungen

Kennbuchstaben

BuchstabeAufgabeBeispiele
BErfassen, SensorNäherungsschalter, Druckschalter, Endschalter
ELicht oder Wärme abgebenLeuchte E1
FSchutz (Überstrom, Überlast, Fehlerstrom)Sicherung F1, Leitungsschutzschalter, Motorschutzrelais F2
GEnergie bereitstellenBatterie
KSignale verarbeitenRelais, Zeitrelais K1
MAntreibenMotor M1
PAnzeigen, MeldenLeuchtmelder, Messgerät
QLast schaltenSchütz Q1
SVon Hand betätigenSchalter, Taster S1

Die Buchstaben richten sich nach der Aufgabe des Betriebsmittels (DIN EN IEC 81346-2). Die Zahl dahinter zählt durch: Q1, Q2, Q3. Genauere Pläne hängen einen zweiten Buchstaben an, zum Beispiel QA für Schütze und KF für Relais (so in den PAL-Prüfungen der IHK, Stand 06/2024).

Klemmenbezeichnungen

KlemmenBedeutung
A1, A2Spule
1-2, 3-4, 5-6Hauptkontakte eines Schützes, auf dem Gerät oft als 1L1-2T1, 3L2-4T2 und 5L3-6T3
13-14Hilfskontakt, Schließer. Die zweite Ziffer nennt die Funktion: 3-4 ist ein Schließer.
21-22Hilfskontakt, Öffner. 1-2 ist ein Öffner. Die erste Ziffer zählt die Kontakte eines Geräts durch.
95-96Öffner des Motorschutzrelais
97-98Schließer des Motorschutzrelais
U1, V1, W1Wicklungsanfänge des Drehstrommotors. Die Enden heißen U2, V2 und W2.

Weitere Schaltungen

Arbeitsblätter zu Schaltungen → Zum Ausdrucken, mit Lösungsblatt: Plan ergänzen, Schalttabelle, Fehler eingrenzen. Arbeitsblätter zur Fehlersuche → Sechs Blätter mit Messwerten und Lösungsblatt: Fehler eingrenzen, Ursache nennen. Fehlersuche-Leitfäden zum Ausdrucken → Vier A4-Blätter für die Werkstatt: Motor, Schütz, RCD und LS, Schritt für Schritt. Lernplakate zu Schaltungen → Vier A4-Blätter zum Aushängen: Schaltzeichen, Installationsschaltungen, Selbsthaltung, Klemmen. Lernplakate Sicherheitsregeln und Netzsysteme → Zwei A4-Blätter zum Aushängen: fünf Sicherheitsregeln, TN, TT und IT mit Prinzipbild.

Alle Schaltungen →

Warum zeigt ein Plan alle Kontakte in Ruhestellung?

Damit jeder Plan gleich gelesen wird: ohne Spannung und unbetätigt. Ein Schließer ist dann offen gezeichnet, ein Öffner geschlossen. In unseren interaktiven Plänen bewegen sich die Kontakte, damit man den Ablauf sieht.

Was ist der Unterschied zwischen Schließer und Öffner?

Ein Schließer ist in Ruhe offen und schließt beim Betätigen. Ein Öffner ist in Ruhe geschlossen und öffnet beim Betätigen. Ein-Taster sind deshalb Schließer, Aus-Taster Öffner.

Warum tragen Spule und Kontakte dieselbe Bezeichnung?

Weil sie zu einem Gerät gehören. In der aufgelösten Darstellung steht die Spule im Steuerstromkreis, die Hauptkontakte stehen im Hauptstromkreis. An der gemeinsamen Bezeichnung, zum Beispiel Q1, erkennt man, was zusammengehört.

Warum heißt das Schütz in meinem Buch K1 und hier Q1?

Ältere Pläne und viele Bücher nutzen noch die früheren Kennbuchstaben. Dort heißt ein Schütz K1 oder K1M und eine Meldeleuchte H1. Nach der heutigen Regel bekommt ein Schütz, das Last schaltet, ein Q und ein Leuchtmelder ein P. In Prüfungen und im Betrieb kommen beide Schreibweisen vor.

Sind die Zeichen hier die genormten Schaltzeichen?

Sie sind daran angelehnt, aber vereinfacht. Die genormten Schaltzeichen stehen in DIN EN 60617. Für Prüfungen und Firmenpläne gelten das Tabellenbuch und die Vorgaben des Betriebs.

Von Felix Albers, Betriebselektriker · Stand: · Quellen & Normstand