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Elektro-Toolbox
von Felix Albers, Betriebselektriker
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Motorschutzschalter mit Schütz: Schaltplan

Die Selbsthaltung mit einem Motorschutzschalter: Statt Sicherungen und Motorschutzrelais schützt ein Motorschutzschalter Q1 den Motor gegen Kurzschluss und Überlast. Dahinter schaltet das Schütz Q2. Schalte Q1 im Plan ein und aus, lös eine Überlast aus und sieh, warum der Motor danach nicht von selbst wieder anläuft.

Der Schaltplan braucht JavaScript. Die Erklärungen unten funktionieren auch ohne.

Schritt 1 von 10

Selbsthaltung mit Motorschutzschalter

Links der Hauptstromkreis mit dem Motorschutzschalter Q1, dem Schütz Q2 und dem Motor, rechts der Steuerstromkreis. Q1 ist noch ausgeschaltet. Tippe im Plan auf Q1, S2 oder S1, oder nutze die Knöpfe über diesem Text. Mit Weiter gehst du die Schaltung Schritt für Schritt durch.

Die Bauteile im Plan

  1. Motorschutzschalter Q1 (1-2, 3-4, 5-6)

    Er schaltet den Motor von Hand ein und aus und schützt ihn: Je Pol löst ein Bimetall bei Überlast aus, ein Magnetauslöser bei Kurzschluss. Im Plan erkennst du ihn links am Handantrieb und am Kästchen mit Kreuz, dem Schaltschloss. Darunter steht je Pol das Zeichen für den thermischen Auslöser und das Kästchen „I>“ für den Kurzschlussauslöser. Löst er aus, trennt er alle drei Pole.

  2. Hilfsschalter von Q1 (1.13-1.14)

    Ein Schließer, der am Motorschutzschalter angebaut ist und mit dessen Hauptkontakten schaltet. Er liegt im Steuerstromkreis in Reihe vor dem Aus-Taster. Ist Q1 aus oder ausgelöst, ist er offen, und das Schütz fällt ab.

  3. Schütz Q2

    Die Spule (A1, A2) sitzt im Steuerstromkreis, die drei Hauptkontakte (1-2, 3-4, 5-6) im Hauptstromkreis. Der Hilfskontakt 13-14 liegt parallel zu S2 und hält das Schütz.

  4. Taster S1 (Aus, 21-22) und S2 (Ein, 13-14)

    S1 ist ein Öffner, S2 ein Schließer. Beide gehen von selbst zurück, sobald man loslässt.

  5. Sicherung F3

    Sie schützt den Steuerstromkreis.

  6. Motor M1

    Er bekommt die drei Außenleiter über die Klemmen U1, V1 und W1. Dazu hat er einen Anschluss für den Schutzleiter PE. Mit dem Knopf Schutzleiter PE zeigen blendest du ihn im Plan ein.

Motorschutzschalter in 3D geöffnet →Einstellrad, Bimetalle und Magnetauslöser: So schützt er den Motor vor Überlast und Phasenausfall. Selbsthaltung zum Ausprobieren →Schütz mit Ein- und Aus-Taster: sehen, wie der Haltekontakt die Spule versorgt.

Weitere Schaltungen

Selbsthaltung zum Ausprobieren → Schütz mit Ein- und Aus-Taster: sehen, wie der Haltekontakt die Spule versorgt. Wendeschützschaltung zum Ausprobieren → Rechts- und Linkslauf mit zwei Schützen: sehen, wie die Verriegelung wirkt. Stern-Dreieck-Schaltung zum Ausprobieren → Anlauf im Stern, Betrieb im Dreieck: die Umschaltung live im Plan. Stern-Dreieck-Wendeschaltung zum Ausprobieren → Rechts oder links, erst Stern, dann Dreieck: vier Schütze und ein Zeitrelais. Dahlanderschaltung zum Ausprobieren → Zwei Drehzahlen mit einer Wicklung: Dreieck für langsam, Doppelstern für schnell.

Alle Schaltungen →

Was ist der Unterschied zu Sicherungen F1 und Motorschutzrelais F2?

In der Selbsthaltung teilen sich zwei Geräte den Schutz: Die Sicherungen F1 schützen bei Kurzschluss, das Motorschutzrelais F2 bei Überlast. F2 schaltet den Motor dabei nicht selbst ab: Sein Öffner 95-96 unterbricht den Spulenstrom, und das Schütz schaltet den Motor ab (Eaton Schaltungsbuch 10/23, S. 3-32). Der Motorschutzschalter übernimmt Kurzschluss- und Überlastschutz in einem Gerät und schaltet selbst ab (S. 3-31 und S. 4-34). Eaton zeigt beide Lösungen nebeneinander: „Sicherungslos ohne Motorschutzrelais“ mit Motorschutzschalter und „Sicherungen mit Motorschutzrelais“ (S. 3-31).

Worauf wird der Motorschutzschalter eingestellt?

Auf den Motornennstrom, so schreibt es Eaton für seine Motorschutzschalter PKZM (Schaltungsbuch 10/23, S. 4-36). Für das Motorschutzrelais heißt es dort: auf den Motorbemessungsstrom, nicht tiefer und nicht höher (S. 3-18). Der Kurzschlussauslöser ist bei diesen Geräten nicht einstellbar, er liegt fest beim 15,5-Fachen des Bemessungsdauerstroms Iu (S. 4-36). Andere Hersteller nennen andere Werte im Datenblatt. Einen Richtwert für den Strom liefert der Rechner Motorschutz einstellen, das Typenschild ersetzt er nicht.

Wozu liegt der Hilfsschalter von Q1 im Steuerstromkreis?

Hilfsschalter am Motorschutzschalter schalten zeitlich parallel mit den Hauptkontakten. Eaton nennt als Zweck die Meldung des Schaltzustands und die Verriegelung von Schaltgeräten untereinander (Schaltungsbuch 10/23, S. 4-41) und legt den Schließer in seinen Beispielen in Reihe vor den Aus-Taster (S. 3-32 und S. 4-45). In diesem Plan kommt die Steuerspannung von L1 über F3. Ohne den Hilfsschalter bliebe Q2 angezogen, wenn Q1 aus ist oder ausgelöst hat, und der Motor liefe beim Wiedereinschalten von Q1 sofort an. Mit ihm fällt Q2 ab, und erst S2 startet den Motor wieder.

Braucht man vor dem Motorschutzschalter noch eine Sicherung?

Das hängt vom Kurzschlussstrom an der Einbaustelle ab. Für das Schutzorgan in der Zuleitung verweist Eaton auf den Katalog und die Montageanweisung des Geräts (Schaltungsbuch 10/23, S. 3-31). Wie groß der Kurzschlussstrom ungefähr ist, schätzt der Rechner Kurzschlussstrom. Mehr zum Gerät selbst zeigt der Motorschutzschalter in 3D.

Warum ist der Schutzleiter erst nach einem Klick zu sehen?

Damit der Plan übersichtlich bleibt. Der Motor hat neben U, V und W einen Anschluss für PE, so zeichnet ihn auch Eaton (Schaltungsbuch 10/23, S. 2-27 und S. 3-31). Der Schutzleiter führt keinen Betriebsstrom, deshalb wird er im Plan auch bei laufendem Motor nicht farbig.

Zum Plan: Er zeigt die Schaltung als vereinfachten Stromlaufplan in aufgelöster Darstellung, angelehnt an die Ausbildung und an die Beispiele im Eaton Schaltungsbuch (Ausgabe 10/23, S. 3-31, S. 3-32 und S. 4-45). Das Zeichen des Motorschutzschalters folgt S. 9-31, die Klemmen des Hilfsschalters 1.13-1.14 folgen S. 4-44, der Anschluss PE am Motor S. 2-27. Den Schutzleiter zum Motor blendest du mit „Schutzleiter PE zeigen“ ein. Bei Eaton heißt das Schütz Q11, und die Steuerspannung wird hinter Q1 abgegriffen. Hier kommt sie wie in den anderen Plänen von L1 über F3 mit 230 V gegen N. In echten Anlagen gibt es oft einen Steuertransformator und andere Steuerspannungen. Kennzeichnung und Klemmenbezeichnung können abweichen. Arbeiten an der Anlage nur durch Elektrofachkräfte und nach den fünf Sicherheitsregeln. Ein Plan ersetzt keine Planung und keine Risikobeurteilung der Maschine.

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