Hilfsschütz: Aufbau in 3D

Was unterscheidet ein Hilfsschütz vom Leistungsschütz? Hier zerlegst du ein Hilfsschütz mit aufgeschnapptem Hilfsschalterbaustein in 3D und schaltest die Spule ein und aus. Danach geht es um den Einsatz im Steuerstromkreis, um die Auswahl von Bausteinen und um die Fehlersuche, wenn es nicht anzieht.

Lädt einmalig rund 0,2 MB. Die Erklärungen unten funktionieren auch ohne 3D-Modell.

Schritt 1 von 11

Hilfsschütz

Ein Hilfsschütz hat nur Hilfskontakte, keine Hauptstrombahnen. Es schaltet Steuerstromkreise und steuert so Motoren, Ventile oder Heizungen mittelbar. Mit Spule einschalten siehst du, wie die Schließer schließen und die Öffner öffnen, geschlossene Kontakte leuchten grün. Mit Weiter wird es Schritt für Schritt zerlegt.

Die Bauteile im Überblick

  1. Löschglied an der Spule

    Wird eine Schützspule abgeschaltet, kann eine hohe Induktionsspannung entstehen. Sie kann Elektronik in der Nähe stören oder sogar zerstören, etwa eine SPS oder ein Zeitrelais. Ein Löschglied, das vorn auf die Spulenklemmen gesteckt wird, begrenzt diese Spannungsspitze, zum Beispiel ein RC-Glied oder ein Varistor. Manche Hilfsschütze für Gleichspannung haben die Schutzbeschaltung schon eingebaut.

  2. Hilfsschalterbaustein

    Reichen die vier Kontakte des Grundgeräts nicht, wird vorn ein Baustein mit zwei oder vier weiteren Kontakten aufgeschnappt. Der Kontaktträger des Grundgeräts nimmt sie mit. Die Ordnungsziffern zählen dort weiter: hier 53/54 und 83/84 als Schließer, 61/62 und 71/72 als Öffner.

  3. Kontaktabdeckung

    Das Oberteil aus Isolierstoff deckt die Kontakte ab. Durch das Fenster vorn schaut der Kontaktträger heraus: An ihm sieht man die Schaltstellung, und an ihm greift der aufgeschnappte Baustein an.

  4. Schließer 13/14 und 43/44

    In Ruhe offen, bei angezogenem Schütz geschlossen. Die erste Ziffer ist die Ordnungsziffer, jeder Kontakt im Gerät bekommt eine eigene. Die zweite ist die Funktionsziffer: 3 und 4 stehen für einen Schließer. Über einen Schließer hält sich ein Schütz zum Beispiel in der Selbsthaltung.

  5. Öffner 21/22 und 31/32

    In Ruhe geschlossen, bei angezogenem Schütz offen. Die Funktionsziffern 1 und 2 stehen für einen Öffner. Öffner braucht man zum Beispiel, damit sich zwei Schütze gegenseitig sperren, wie in der Wendeschützschaltung.

  6. Kontaktträger mit Kontaktbrücken

    Die beweglichen Kontaktbrücken sitzen alle im selben Träger aus Isolierstoff. Jede Brücke trennt an zwei Stellen gleichzeitig, das heißt Doppelunterbrechung. Weil Öffner und Schließer mechanisch verbunden sind, können sie bei zwangsgeführten Kontakten nie gleichzeitig geschlossen sein, auch dann nicht, wenn ein Kontakt verschweißt ist.

  7. Anker und Rückholfedern

    Der Anker ist fest mit dem Kontaktträger verbunden. Zieht die Spule ihn an den Kern, nimmt er den Träger mit: Die Schließer schließen, die Öffner öffnen. Wird die Spule abgeschaltet, drücken die Federn Anker und Träger zurück in die Ruhestellung.

  8. Magnetspule A1/A2

    Die Spule wird an A1 und A2 angeschlossen, hier liegt A1 oben und A2 unten. Es gibt Hilfsschütze mit Spulen für Wechselspannung und für Gleichspannung. Welche Spannung die Spule braucht, steht auf dem Gerät.

  9. Eisenkern und Unterteil

    Der feste Teil des Magnetsystems sitzt im Unterteil. Das Magnetsystem arbeitet wie beim Leistungsschütz. Das Unterteil wird auf die Hutschiene geschnappt.

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