Motordrehzahl, Schlupf und Drehmoment berechnen
n_s = 60 · f / p | s = (n_s − n) / n_s | M = 9549 · P / n
Vom Typenschild
4-polig = 2 Polpaare
kW
Für das Drehmoment, sonst leer lassen
Synchrone Drehzahl ns
– 1/min
Drehzahl vom Typenschild oder Polpaarzahl eingeben
Formeln: Drehfeld, Schlupf, Drehmoment
ns = 60 · f / p (ns in 1/min, f in Hz)
s = (ns − n) / ns · 100 %
M = 9549 · P / n (M in Nm, P in kW, n in 1/min)
Je Netzperiode dreht sich das Drehfeld um ein Polpaar weiter, also um 1/p Umdrehung. Bei 50 Hz und einem Polpaar sind das 50 Umdrehungen pro Sekunde, also 3000 1/min. Mit zwei Polpaaren halbiert sich die Drehzahl auf 1500 1/min, mit drei sind es 1000 1/min.
Der Läufer eines Asynchronmotors bleibt etwas hinter dem Drehfeld zurück. Nur durch diesen Unterschied wird im Läufer Spannung induziert, und nur dann entsteht Drehmoment. Je stärker der Motor belastet ist, desto größer wird der Schlupf.
Die Zahl 9549 kommt aus P = M · 2π · n: 60 000 / (2π) = 9549,3. Oft liest man gerundet 9550, das Ergebnis ändert sich dadurch kaum. Den Strom des Motors rechnest du mit dem Motorstrom-Rechner.
Typenschild lesen
- Leistung in kW: die abgegebene mechanische Leistung an der Welle, nicht die aufgenommene elektrische Leistung.
- Spannung, z. B. 230/400 V Δ/Y: Am 400-V-Drehstromnetz gehört dieser Motor in Stern. Steht dort 400/690 V Δ/Y, gehört er am 400-V-Netz in Dreieck. Wie die Brücken liegen, zeigt das Klemmbrett in 3D.
- Strom, z. B. 10,8/6,2 A: Die Ströme gehören in derselben Reihenfolge zu den Spannungen davor. Den Motorschutz stellst du auf den Strom ein, der zu deiner Schaltung am Netz gehört. Beim Stern-Dreieck-Anlauf ist das anders, siehe Stern-Dreieck-Schaltung.
- cos φ: der Wirkfaktor (oft Leistungsfaktor genannt) bei Bemessungslast.
- Drehzahl in 1/min: die Bemessungsdrehzahl bei voller Last. Sie liegt knapp unter der synchronen Drehzahl — daraus bestimmt dieser Rechner die Polpaare und den Schlupf.
- Frequenz in Hz: Ein 50-Hz-Motor dreht an 60 Hz schneller, weil das Drehfeld schneller umläuft.
- IP-Code: der Schutz gegen Fremdkörper und Wasser, erklärt bei den IP-Schutzarten.