Widerstand: Aufbau in 3D

Wie ist ein Widerstand aufgebaut, und wie kommt er zu seinem Wert? Hier zerlegst du einen Kohleschichtwiderstand in 3D, vom Schutzlack mit den Farbringen über die Kappen und die eingeschnittene Wendel bis zum Keramikkörper.

Lädt einmalig rund 0,2 MB. Die Erklärungen unten funktionieren auch ohne 3D-Modell.

Schritt 1 von 6

Widerstand

Ein Kohleschichtwiderstand mit vier Farbringen, wie er in Steuerungen, Netzteilen und Messgeräten sitzt. Mit Weiter wird er Schicht für Schicht zerlegt.

Die Schichten im Überblick

  1. Schutzlack mit Farbringen

    Ein Lack isoliert und schützt die Schicht darunter. Die Farbringe tragen den Wert: hier gelb (4), violett (7), rot (× 100) und gold (± 5 %), also 4,7 kΩ ± 5 %. Gold oder Silber steht nie vorn, daran erkennst du die Leserichtung.

  2. Kappen und Anschlussdrähte

    Auf die Enden sind Metallkappen gepresst, an ihnen sitzen die Anschlussdrähte. Über die Kappen fließt der Strom in die Widerstandsschicht.

  3. Widerstandsschicht mit Wendel

    Auf den Keramikstab ist eine dünne Schicht aus Kohle oder Metall aufgebracht. Eine eingeschnittene Wendel macht daraus eine lange, schmale Bahn. Je mehr Windungen, desto größer der Widerstand. So wird der Wert beim Herstellen genau eingestellt.

  4. Keramikkörper

    Der Träger aus Keramik hält die Schicht und verträgt die Wärme. Wie viel Leistung ein Widerstand verträgt, hängt vor allem von seiner Größe ab und steht im Datenblatt, bei kleinen Bauformen zum Beispiel 0,25 W.

Widerstand: Aufbau in 3D: mit Erklärungen und Fragen aus der Praxis in der Elektro-Toolbox · Auch einbinden