PV-String auslegen: Modulanzahl und Spannung
U(T) = U_STC · (1 + β/100 · (T − T_STC))
Formeln und Hintergrund
β ist der Temperaturkoeffizient aus dem Datenblatt in Prozent je Kelvin, TSTC die Bezugstemperatur der Datenblattwerte. Weil β negativ ist, steigt die Spannung bei Kälte und sinkt bei Hitze. Die Module im String liegen in Reihe, ihre Spannungen addieren sich.
Warum die Leerlaufspannung bei Kälte?
Am kalten, sonnigen Wintermorgen ist die Modulspannung am höchsten. Bevor der Wechselrichter einspeist, liegt am Eingang die volle Leerlaufspannung an. Sie darf die maximale Eingangsspannung aus dem Datenblatt nicht überschreiten.
Warum die MPP-Spannung bei Hitze?
Im Sommer werden die Module heiß, die Spannung sinkt. Fällt die Stringspannung unter den Anfang des MPP-Bereichs, kann der Wechselrichter den Punkt höchster Leistung nicht mehr einstellen. Darum rechnet die Mindestanzahl mit der höchsten Modultemperatur.
Und die Obergrenze des MPP-Bereichs?
Bei Kälte steigt auch die MPP-Spannung. Liegt sie über dem MPP-Bereich, arbeitet der Wechselrichter dort nicht im MPP. Der Rechner zeigt diese Grenze getrennt an, die harte Grenze für die Modulanzahl ist die maximale Eingangsspannung.
Was der Rechner nicht prüft
Ströme, Sicherheitszuschläge, Verschattung und unterschiedlich ausgerichtete Module. Wie viele Strings parallel an einen Eingang dürfen, steht im Datenblatt des Wechselrichters. Die Leitung vom String zum Wechselrichter rechnest du mit dem Rechner PV-Leitung.