Motorschutzschalter: Aufbau in 3D

Was unterscheidet einen Motorschutzschalter vom LS-Schalter? Hier öffnest du einen dreipoligen Motorschutzschalter in 3D, vom Drehgriff bis zu den Bimetallen. Danach geht es um die richtige Einstellung, die Auslöseklassen und die Sonderfälle mit Einphasenmotor und Umrichter.

Lädt einmalig rund 0,2 MB. Die Erklärungen unten funktionieren auch ohne 3D-Modell.

Schritt 1 von 9

Motorschutzschalter

Er schaltet einen Motor von Hand und schützt ihn: gegen Überlast mit einstellbaren Bimetallen, gegen Kurzschluss mit Magnetauslösern. Mit Weiter wird er Schritt für Schritt geöffnet, oder du tippst direkt auf ein Bauteil. Mit Ausschalten siehst du, wie sich die Kontakte trennen.

Die Bauteile im Überblick

  1. Gehäuse und Frontteil

    Ein dreipoliger Motorschutzschalter für kleinere Motoren ist meist 45 mm breit und sitzt auf der 35-mm-Hutschiene. Vorn sitzen Drehgriff und Einstellrad. Im Modell ist das Frontteil abgenommen.

  2. Drehgriff und Schaltschloss

    Mit dem Drehgriff wird der Motor von Hand ein- und ausgeschaltet. Das Schaltschloss dahinter arbeitet wie beim LS-Schalter mit Freiauslösung. Nach einer Auslösung bleibt der Griff bei vielen Geräten in einer eigenen Stellung stehen, so sieht man, dass er ausgelöst hat. Bei vielen Geräten lässt sich der Griff in der Aus-Stellung mit einem Vorhängeschloss sichern.

  3. Einstellrad für den Überlastschutz

    Hier wird der Strom eingestellt, bei dem der Überlastschutz anspricht. Eingestellt wird der Bemessungsstrom vom Typenschild für die Schaltung, in der der Motor tatsächlich läuft. Der Einstellbereich steht auf dem Gerät, zum Beispiel 4 bis 6,3 A. Löst er wiederholt aus, nicht einfach höher drehen, sondern die Ursache suchen.

  4. Hauptkontakte mit Löschblechen

    Je Pol eine Kontaktbrücke, die den Strom an zwei Stellen trennt. Alle drei sitzen auf einem gemeinsamen Träger und öffnen zusammen. Die Löschbleche dahinter teilen und kühlen den Lichtbogen beim Abschalten.

  5. Magnetauslöser (Kurzschluss)

    Je Pol eine Spule mit Schlaganker. Bei einem Kurzschluss lösen sie ohne Verzögerung aus. Anders als der Überlastschutz sind sie fest eingestellt, und zwar so hoch, dass der Anlaufstrom des Motors sie nicht auslöst.

  6. Bimetalle (Überlast und Phasenausfall)

    Je Pol ein Bimetall, das vom Motorstrom über eine Heizwicklung erwärmt wird. Bei Überlast biegen sich die Bimetalle und lösen über einen Schieber aus, verzögert, denn beim Anlauf darf der Motor kurz mehr Strom ziehen. Fällt ein Außenleiter aus, biegen sie sich ungleich. Ein zweiter Schieber erkennt diesen Unterschied und löst früher aus, man spricht von Phasenausfallempfindlichkeit.

  7. Anschlussklemmen

    Oben 1/L1, 3/L2 und 5/L3 für die Einspeisung, unten 2/T1, 4/T2 und 6/T3 zum Motor. Hilfsschalter für die Rückmeldung an die Steuerung werden bei vielen Geräten seitlich oder vorn angesteckt.

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