Kompensationskondensator: Aufbau in 3D

Was steckt in einem Kompensationskondensator? Hier zerlegst du einen Leistungskondensator für die Blindstromkompensation in 3D, von den Klemmen bis zu den Folienwickeln. Danach geht es um Entladen, das Schalten in Kompensationsanlagen und darum, wie du einen Kondensator ohne Rätselraten durchmisst.

Lädt einmalig rund 0,2 MB. Die Erklärungen unten funktionieren auch ohne 3D-Modell.

Schritt 1 von 7

Kompensationskondensator

Ein Leistungskondensator, wie er stufenweise in Kompensationsanlagen sitzt. Im Becher stecken drei Kondensatoren, meist im Dreieck geschaltet. Mit Weiter wird er zerlegt, mit Überdruck zeigen siehst du, wie er sich im Fehlerfall selbst abtrennt.

Die Bauteile im Überblick

  1. Anschlussklemmen

    Oben die Klemmen für L1, L2 und L3. Einen Neutralleiter braucht der Kondensator nicht. Querschnitt und Absicherung der Zuleitung gibt der Hersteller vor.

  2. Entladewiderstände

    Sie liegen zwischen den Klemmen und entladen den Kondensator nach dem Abschalten. Das dauert eine Weile: Vor dem Anfassen die Wartezeit laut Hersteller abwarten und die Spannungsfreiheit feststellen. Auch der Blindleistungsregler schaltet eine Stufe erst nach einer Entladezeit wieder zu.

  3. Überdruck-Abreißsicherung

    Altert der Kondensator oder wird er überlastet, entsteht im Inneren Gas. Der Druck dehnt den Becher an der Sicke, der Deckel hebt sich und reißt die inneren Zuleitungen an einer Sollbruchstelle ab. Ein aufgeblähter Kondensator gehört getauscht. Über dem Kondensator braucht es dafür Platz, wie viel steht beim Hersteller.

  4. Aluminiumbecher

    Der Becher mit Sicke und Gewindebolzen zum Befestigen. Innen ist er je nach Hersteller mit Harz, Öl oder Gas gefüllt.

  5. Folienwickel (MKP)

    Wickel aus Polypropylenfolie mit einer hauchdünnen aufgedampften Metallschicht. Die Stirnseiten sind mit Metall bespritzt, darüber läuft der Anschluss. Bei einem Durchschlag verdampft die Metallschicht rund um die Fehlstelle: Der Kondensator heilt sich selbst und verliert dabei etwas Kapazität. Über die Jahre summiert sich das. Im Modell liegt jeder Wickel zwischen zwei Klemmen: oben an seiner eigenen, unten über einen Kupferleiter an der nächsten. So entsteht die Dreieckschaltung.

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