Schuko-Steckdose: Aufbau in 3D
Was steckt hinter der Abdeckung einer Schuko-Steckdose? Hier zerlegst du eine Unterputz-Steckdose in 3D: Abdeckung, Kinderschutz, voreilender Schutzkontakt, Buchsen mit Klemmen, Tragring mit Spreizkrallen, Sockel und Gerätedose.
Lädt einmalig rund 0,2 MB. Die Erklärungen unten funktionieren auch ohne 3D-Modell.
Schutzkontakt-Steckdose (Schuko)
Die übliche Steckdose in Deutschland: zwei Buchsen für den Strom und ein Schutzkontakt, der das Gehäuse eines Geräts mit dem Schutzleiter verbindet. Mit Weiter wird sie Schritt für Schritt zerlegt, mit Stecker einstecken siehst du, wie der Stecker Kontakt bekommt.
Die Bauteile im Überblick
-
Abdeckung mit Steckermulde
Rahmen und Zentralplatte decken den Einsatz ab. Die runde Mulde führt den Stecker, eine Schraube in ihrer Mitte hält die Abdeckung meist am Einsatz. Abdeckung nur abnehmen, wenn der Stromkreis freigeschaltet ist.
-
Kinderschutz (erhöhter Berührungsschutz)
Zwei Schieber verschließen die Buchsen. Sie öffnen sich nur, wenn beide Stifte eines Steckers gleichzeitig drücken. Mit einem einzelnen Gegenstand, etwa einer Stricknadel, kommt man nicht an die Kontakte. Nicht jede Steckdose hat ihn.
-
Schutzkontakt
Zwei Federbügel oben und unten in der Mulde, verbunden mit der Klemme für den Schutzleiter PE. Sie berühren die Schutzkontaktflächen des Steckers, bevor die Stifte in die Buchsen kommen, und trennen erst nach ihnen. Man nennt das voreilenden Schutzkontakt.
-
Buchsenkontakte und Klemmen
Zwei federnde Buchsen, meist aus Messing, nehmen die Stifte auf und halten sie mit Druck fest. Sie führen zu den Klemmen für Außenleiter und Neutralleiter. Welche Buchse L und welche N bekommt, ist bei Schuko nicht festgelegt, der Stecker lässt sich ja auch gedreht einstecken. Ausgeleierte Buchsen machen schlechten Kontakt und werden warm.
-
Tragring mit Spreizkrallen
Der Metallrahmen trägt den Einsatz. Die Krallen spreizen sich beim Anziehen der Schrauben in der Gerätedose und halten die Steckdose fest. Bei vielen Dosen wird der Einsatz stattdessen direkt an die Dose geschraubt.
-
Sockel
Der Grundkörper aus Isolierstoff, früher oft aus Porzellan. Er hält Buchsen, Schutzkontakt und Klemmen in festem Abstand zueinander.
-
Gerätedose
Die Unterputzdose in der Wand, hier mit 68 mm Durchmesser, dem üblichen Maß. Sie gehört nicht zur Steckdose, sondern wird schon im Rohbau gesetzt. Die Steckdose wird in die Dose geschraubt oder mit Krallen darin verspannt.