Magnetventil: Aufbau und Funktion in 3D
Wie gibt eine Maschine Wasser oder Druckluft frei? Hier zerlegst du ein direktgesteuertes Magnetventil in 3D, von der Gerätesteckdose bis zum Ventilsitz. Danach geht es um die Fehlersuche Schritt für Schritt, um die richtige Spule und um Wasserschläge in der Leitung.
Lädt einmalig rund 0,2 MB. Die Erklärungen unten funktionieren auch ohne 3D-Modell.
Magnetventil
Ein direktgesteuertes 2/2-Wege-Magnetventil, stromlos geschlossen: Ohne Strom ist es zu, mit Strom ist es offen. Das Gehäuse ist vorn aufgeschnitten, damit du hineinsehen kannst. Mit Weiter wird es zerlegt, mit Spule einschalten siehst du, wie der Anker anzieht und das Medium fließt.
Die Bauteile im Überblick
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Ventilgehäuse mit Ein- und Ausgang
Das Gehäuse ist oft aus Messing und hat zwei Gewindeanschlüsse für die Rohrleitung. Ein Pfeil auf dem Gehäuse zeigt die Durchflussrichtung. Bau das Ventil nur so herum ein: Andersherum kann der Druck die Dichtung vom Sitz drücken, und das Ventil schließt nicht mehr dicht.
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Gerätesteckdose mit Anschlüssen
Die Leitung wird in der Steckdose angeschlossen, nicht direkt an der Spule. Die Dose wird auf die Steckerstifte der Spule gesteckt und mit der Schraube in der Mitte festgezogen, die Flachdichtung hält Wasser und Staub fern. Üblich sind zwei Anschlüsse für die Spule, 1 und 2, und einer für den Schutzleiter.
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Haltemutter
Die Mutter hält die Spule auf dem Führungsrohr. Gelöst lässt sich die Spule drehen, damit die Steckdose in eine passende Richtung zeigt, oder ganz nach oben abziehen. Die Rohrleitung bleibt dabei zu, denn die Spule hat keinen Kontakt zum Medium.
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Magnetspule
Eine Kupferwicklung, meist in Kunststoff vergossen. Fließt Strom, entsteht ein Magnetfeld, das den Anker nach oben zieht. Spannung und Stromart stehen auf der Spule, zum Beispiel 24 V DC oder 230 V AC. Die Spule nur an der Spannung betreiben, für die sie gebaut ist.
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Führungsrohr mit festem Kern
Das Rohr ist dicht ins Gehäuse geschraubt. Innen gleitet der Anker, oben sitzt ein fester Eisenkern, an den der Anker gezogen wird. Das Medium steht bis in das Rohr hinein, die Spule außen bleibt trocken.
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Tauchanker
Ein Eisenzylinder, der in die Spule eintaucht. Unten trägt er die Dichtung. Bei einem direktgesteuerten Ventil öffnet der Anker den Sitz selbst, ohne Hilfe des Mediendrucks. Darum schaltet es auch ohne Druck in der Leitung, bis zu welchem Druck, steht auf dem Typenschild.
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Rückstellfeder
Die Feder drückt den Anker nach unten auf den Sitz. Ohne Strom ist das Ventil deshalb geschlossen, kurz NC für „normally closed“. Fällt die Spannung aus, schließt das Ventil von selbst.
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Ventilsitz und Dichtung
Der Sitz ist die Öffnung zwischen Ein- und Ausgang. Die weiche Dichtung im Anker liegt darauf und sperrt, der Druck des Mediums drückt sie zusätzlich an. Schmutz auf dem Sitz oder eine beschädigte Dichtung sind häufige Gründe, wenn ein Ventil nicht mehr dicht schließt.