Hausanschlusskasten: Aufbau in 3D
Wo kommt der Strom ins Haus, und wo wird aus dem PEN ein N und ein PE? Hier zerlegst du einen Hausanschlusskasten in 3D, vom Anschlusskabel über die NH-Sicherungen bis zur Haupterdungsschiene. Danach geht es darum, wer am Kasten arbeiten darf, was die Niederspannungsanschlussverordnung regelt und was du hinter dem Kasten messen kannst.
Lädt einmalig rund 0,2 MB. Die Erklärungen unten funktionieren auch ohne 3D-Modell.
Hausanschlusskasten
Hier kommt das Anschlusskabel aus dem Netz ins Gebäude. Im Kasten sitzt in jedem Außenleiter eine Sicherung, und meist wird hier der PEN in N und PE aufgeteilt. Mit Sicherungen ziehen siehst du, was danach noch unter Spannung steht. Der Deckel ist schon abgenommen, mit Weiter geht es Schritt für Schritt durch den Kasten.
Die Bauteile im Überblick
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Deckel
Der Deckel deckt Sicherungen und blanke Anschlüsse ab. Hinter ihm liegen Teile, die auch bei gezogenen Sicherungen unter Spannung stehen. Gearbeitet wird hier nur nach den fünf Sicherheitsregeln.
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Anschlusskabel mit L1, L2, L3 und PEN
Von unten kommt das Kabel aus dem Netz, hier mit vier Leitern: drei Außenleiter und der PEN. Im PEN sind Neutralleiter und Schutzleiter zu einem Leiter zusammengefasst, das Netz bis hierher ist ein TN-C-System. Der PEN wird weder geschaltet noch abgesichert, denn reißt er, kann an Gehäusen dahinter die volle Spannung gegen Erde anliegen.
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NH-Sicherungen in L1, L2 und L3
In jedem Außenleiter sitzt eine Sicherung zwischen Netz und Anlage, im Modell NH-Sicherungen auf Unterteilen. Für den Schutz von Kabeln und Leitungen gibt es sie in der Betriebsklasse gG. Im Modell kommt unten das Netz an, oben geht es zur Anlage. Den Aufbau einer solchen Sicherung zeigt NH-Sicherung in 3D.
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Aufteilung des PEN in N und PE
Im Modell endet der PEN an der Schutzleiterschiene. Von dort gehen der Schutzleiter PE und über eine Brücke der Neutralleiter N getrennt weiter: Aus dem TN-C-System wird ein TN-S-System, zusammen heißt das TN-C-S. Das ist das häufigste Netzsystem bei Neuinstallationen. Hinter der Aufteilung werden N und PE nicht wieder verbunden. Mehr dazu auf Netzsysteme.
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Abgang zur Verbraucheranlage
Nach oben gehen fünf Leiter weiter: L1, L2, L3, N und PE. Ab dem Hausanschlusskasten wird der Spannungsfall der Verbraucheranlage gerechnet: höchstens 4 % bis zum Anschlusspunkt des Verbrauchsmittels nach DIN VDE 0100-520:2023-06. Nachrechnen geht mit dem Rechner Spannungsfall.
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Haupterdungsschiene und Fundamenterder
Neben dem Hausanschlusskasten sitzt die Haupterdungsschiene. Hier treffen der Schutzleiter aus dem Kasten, der Fundamenterder und die Schutzpotentialausgleichsleiter zusammen. Fremde leitfähige Teile wie Wasser-, Heizungs- und Gasleitungen werden nahe am Gebäudeeintritt mit ihr verbunden. Mehr dazu im Artikel Potentialausgleich und Erdung.
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Gehäuse mit Montageplatte
Das Gehäuse trägt auf einer Montageplatte die Sicherungsunterteile und die Klemmen. Im Modell kommt das Kabel aus dem Netz von unten, die Leitung zur Anlage geht oben ab.