Hauptschalter: Aufbau in 3D
Was steckt hinter dem rot-gelben Griff an der Maschine? Hier zerlegst du einen dreipoligen Hauptschalter in 3D, vom Drehgriff bis zu den Kontaktkammern. Danach geht es um Wartungsschalter, voreilende Hilfskontakte und das, was hinter dem Hauptschalter trotzdem unter Spannung bleibt.
Lädt einmalig rund 0,2 MB. Die Erklärungen unten funktionieren auch ohne 3D-Modell.
Hauptschalter
Ein dreipoliger Hauptschalter im Aufbaugehäuse, gebaut als Lasttrennschalter. Mit ihm wird die ganze Maschine vom Netz getrennt. Mit Weiter wird er zerlegt, mit Einschalten siehst du, wie Griff und Kontaktbrücken drehen.
Die Bauteile im Überblick
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Roter Drehgriff mit 0 und I
Mit dem Griff wird von Hand geschaltet: 0 heißt aus, I heißt ein. Ein roter Griff auf gelbem Grund zeigt, dass der Hauptschalter zugleich als Not-Aus dient. Ein Hauptschalter ohne diese Aufgabe hat meist einen schwarzen oder grauen Griff.
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Abschließen in Stellung 0
Nur in Stellung 0 liegen die Löcher von Griff und Lasche übereinander, dann passt ein Vorhängeschloss hindurch. So kann niemand die Maschine wieder einschalten, solange du daran arbeitest. Das ist die zweite der fünf Sicherheitsregeln: gegen Wiedereinschalten sichern. Arbeiten mehrere Personen, hängt jede ihr eigenes Schloss an.
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Gelber Deckel als Frontplatte
Der Deckel trägt den Griff und die Beschriftung 0 und I und schützt vor Berührung. Den Deckel nur abnehmen, wenn die Zuleitung spannungsfrei ist: Die Eingangsklemmen stehen auch in Stellung 0 unter Spannung.
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Schaltwelle
Die Welle mit Vierkant überträgt die Drehung des Griffs auf alle drei Kontaktkammern. So schalten die drei Pole immer gemeinsam, keiner bleibt allein eingeschaltet.
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Kontaktkammern mit Doppelunterbrechung
Jeder Pol hat eine eigene Kammer aus Isolierstoff, im Modell durchsichtig. Darin dreht eine Kontaktbrücke. In Stellung I verbindet sie die beiden festen Kontakte, in Stellung 0 steht sie quer und trennt den Strom an zwei Stellen zugleich. Ein Lasttrennschalter darf unter Last schalten, wie viel, steht auf dem Typenschild. Er hat aber keine Auslöser, gegen Überlast und Kurzschluss schützen Sicherungen oder Schutzschalter davor.
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Anschlussklemmen
Oben kommt die Zuleitung an 1/L1, 3/L2 und 5/L3, unten geht es an 2/T1, 4/T2 und 6/T3 weiter zur Maschine. Die oberen Klemmen bleiben auch in Stellung 0 unter Spannung.
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Hilfskontakt (13, 14)
Bei vielen Hauptschaltern lässt sich ein Hilfskontakt anbauen. Er schaltet mit und meldet die Stellung an die Steuerung, zum Beispiel an eine SPS. Den Strom der Maschine führt er nicht.
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Gehäuse mit Leitungseinführungen
Das Unterteil wird an die Maschine oder die Wand geschraubt. Die Leitungen kommen durch Kabelverschraubungen. Wie gut das Gehäuse gegen Staub und Wasser dicht ist, sagt die IP-Schutzart auf dem Typenschild.