Anlaufüberbrückung bei Schweranlauf
Manche Antriebe brauchen lange, bis sie ihre Drehzahl erreichen, zum Beispiel Maschinen mit großer Schwungmasse. Dauert so ein Schweranlauf länger als die Auslösezeit des Motorschutzrelais, löst es schon im Anlauf aus. Hier überbrückt ein zweites Schütz das Motorschutzrelais, bis die Zeit am Zeitrelais abgelaufen ist. Drück im Plan den Taster I und sieh zu, wie die Überbrückung danach von selbst abschaltet.
Der Schaltplan braucht JavaScript. Die Erklärungen unten funktionieren auch ohne.
Anlaufüberbrückung bei Schweranlauf
Links der Hauptstromkreis mit dem Netzschütz Q11 und dem Überbrückungsschütz Q14, rechts der Steuerstromkreis mit dem Zeitrelais K1. Drück im Plan auf I zum Einschalten und auf 0 zum Ausschalten, oder nutze die Knöpfe über diesem Text. Im Plan läuft die Zeit nur 5 Sekunden. Mit Weiter gehst du die Schaltung Schritt für Schritt durch.
Die Bauteile im Plan
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Sicherungen F1 und F0
F1 schützt den Hauptstromkreis bei Kurzschluss, F0 den Steuerstromkreis.
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Netzschütz Q11
Es legt den Motor über das Motorschutzrelais F2 an L1, L2 und L3. Es zieht schon im Anlauf an, hält sich über seinen Schließer 14-13 selbst und bleibt im Betrieb angezogen.
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Überbrückungsschütz Q14
Seine Hauptkontakte verbinden die Leitungen hinter F1 direkt mit den Leitungen zum Motor. Sie liegen also parallel zu Q11 und F2. Solange Q14 angezogen hat, ist F2 überbrückt. Q14 hält sich über 14-13 und schaltet über 44-43 das Netzschütz Q11 ein.
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Zeitrelais K1, anzugsverzögert
Es bekommt zusammen mit Q14 Spannung. Nach der eingestellten Zeit öffnet sein Öffner 16-15 und schaltet Q14 ab. Die Zeit entspricht der Anlaufzeit des Motors. Wie ein Zeitrelais arbeitet, zeigt die Seite Zeitrelais.
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Motorschutzrelais F2
Es ist auf den Bemessungsstrom des Motors eingestellt und schützt ihn im Betrieb vor Überlast. Sein Öffner 95-96 liegt vorn im Steuerstromkreis. Im Anlauf ist F2 überbrückt.
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Befehlsgerät S11
Ein Doppeltaster: Taster I (Ein) mit dem Schließer 13-14 und Taster 0 (Aus) mit dem Öffner 21-22.
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Motor M1
Im Anlauf fließt sein Strom größtenteils über Q14 an F2 vorbei, im Betrieb über Q11 und F2.